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6. Juli 2010: News-Corp. gründet Games-Unit, Games Convention Online schrumpft, USA will Gewaltspiele in die Porno-Schublade stecken

Redaktion   //   Juli 6, 2010   //   0 Kommentare

News Corp. gründet Games-Unit

Der US-Medienkonzern News Corp. gründet nach der Übernahme des Social-Games-Entwicklers Irata Labs eine eigene Abteilung für Spiele: Das bisher dreiköpfige Team von Irata Labs wird von Executive Vice President und General Manager Sean Ryan geleitet. Das Team soll weiter ausgebaut werden und sich auf die Entwicklung von Facebook- und MySpace-Games konzentrieren. 

Im vergangenen Geschäftsjahr machte der Konzern von Rupert Murdoch bei $30,4 Mrd. Umsatz einen Verlust von $3,4 Mrd. Seit Jahren erwarten Marktbeobachter, dass sich News Corp. stärker im Gamesmarkt engagiert: Mit dem IGN-Netzwerk besitzt der Konzern ein gutes Standbein in der englischsprachigen Berichterstattung über Spiele, in der Vermarktung von Games war News Corp. bislang aber noch nicht aktiv. 

Quellen: Gamasutra, Edge, GamesMarkt

GCO: Kampf gegen den Zerfall

Die Games Convention Online (GCO) in Leipzig entwickelt sich weiter rückläufig: Vom 8. bis 10. Juli öffnet sich die Messe dieses Jahr erstmals nur für Fachbesucher, nachdem sich zu wenig Aussteller für eine Publikumsmesse angemeldet haben. Seit der Abwanderung der ehemaligen Games Convention als jetzige gamescom nach Köln konnte die Messe mit ihrer Neuausrichtung auf Online- und Mobile Games nicht punkten.

Mit 32 Ausstellern aus 13 Ländern hat sich die Zahl der zeigefreudigen Spielehersteller im Vergleich zu 2009 mehr als halbiert (74 Aussteller). Und das, obwohl sich der Markt für Online und Mobile weiterhin auf Wachstumskurs befindet: Laut den Marktforschern von PriceWaterhouseCooper erreichte das Segment 2009 in Europa einen Umsatz von $16,8 Mrd. Das Wachstum von Online-Games soll in diesem Jahr 13,9% betragen. 

Quelle: Heise, Focus

USA will Gewaltspiele in die Porno-Schublade stecken

In den USA sollen Games und Pornos in eine Schublade geworfen werden: Der Oberste Gerichtshof prüft gerade einen Gesetzesantrag, nach dem Spiele mit Gewaltinhalten mit einem „X“ eingestuft werden. Der Verkauf und Verleih an Minderjährige würde dann unter Strafe stehen, in einigen Bundesstaaten wären die Games dann sogar für Erwachsene nicht legal zu kaufen.

Bisher ist von diesem Verkaufs- und Verbreitungsverbot nur Pornografie betroffen. Der Vorschlag, die Regelung auf Games auszuweiten, stammt vom kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Die Spielebranche ist bestürzt: Zahlreiche Stimmen, darunter EA-Chef John Riccitiello, sehen den Games-Standort USA durch das Gesetz gefährdet. Wie Amerika die Weichen für Games stellt bleibt abzuwarten: Die Anhörung beim Obersten Gerichtshof findet im Herbst 2010 statt.

Quelle: Gamestar

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