18. Mai 2010: PSN bald gebührenpflichtig?, Square Enix mit Rekordergebnis, Living Games Festival fördert Nachwuchs, Killerspielverbot endgültig vom Tisch

Redaktion   //   Mai 18, 2010   //   0 Kommentare

Gerücht: Bald Gebühren für PSN?

Will Sony zukünftig PSN-Nutzer zur Kasse bitten? Britische Fachmedien behaupten, der Konsolenhersteller werde im Juni auf der E3 einen kostenpflichtigen Zusatzdienst zum PlayStation Network ankündigen. Angeblich soll der PSN-Zusatzdienst etwa 60 € pro Jahr kosten. Aber: Was bisher kostenlos war, soll es auch bleiben. 

Online-Multiplayerfunktionen oder der lang erwartete Cross-Game-Voicechat werden wohl weiterhin umsonst angeboten. Welche zusätzlichen Funktionen der Nutzer für sein Geld bekommt, steht noch nicht im Detail fest. Wahrscheinlich wird Sony kostenlose Games anbieten, um die Spieler zu einem PSN-Jahresabo zu verführen. Auch Online-Speicherplatz für Spiele oder ein Online-Musikvideo-Service sind mögliche Features eines solchen Premium-Service.

Quellen: Edge, MCVGamesMarkt

Square Enix mit beeindruckenden Zahlen

Square Enix beeindruckt mit Rekordergebnissen: Im zum 31. März beendeten Geschäftsjahr stieg der Umsatz des gesamten Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um 41,7% auf $2,1 Mrd., der Gewinn legte um 50,1% auf $102,9 Mio. zu. In der Spielesparte sieht es sogar noch besser aus: Der Umsatz steig hier um 128,4% auf $1,2 Mrd., der operative Gewinn machte einen Sprung von 254% auf $257,6 Mio.

Für die guten Ergebnisse sind fünf Millionenseller des letzten Jahres verantwortlich: „Final Fantasy XIII“, „Dragon Quest IX“, „Dragon Quest VI“, „Kingdom Hearts 358/2 Days“ und „Batman: Arkham Asylum“. Präsident Yoichi Wada erwähnte außerdem die erfolgreiche Übernahme von Eidos in Großbritannien, die das IP-Portfolio von Square Enix erweitert und die Märkte in den USA und Europa weiter erschlossen hat.

Quelle: Edge

Living Games Festival mit Schwerpunkt Nachwuchsförderung

Das Living Games Festival legt in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die Nachwuchsförderung: Von 10. bis 13. Juni gibt es in Bochum neben Veranstaltungen zu Entwicklerthemen auch einen Familien- sowie einen Lehrer-Schüler-Tag. Unternehmen aus der Branche  informieren über Ausbildungsmöglichkeiten und Universitäten preisen ihre Games-relevanten Studiengänge an.

Stephan Reichart, Festivalleiter und Geschäftsführer von Aruba Events betonte: Durch die Diskussionen über Gewalt und Sucht werde oft vergessen, dass Games ein kreatives Produkt der Medienindustrie sind, dessen Entwicklung oft mehrere Jahre dauert und hunderte von Mitarbeitern beschäftigt. Die Projekte von Nachwuchsentwicklern und Schülern werden deshalb bei der Veranstaltung mit dem Living Games Festival Award ausgezeichnet - so können die jungen Talente einen ersten Schritt auf dem Weg in die Branche gehen.

Quelle: GamesMarkt

Killerspielverbot endgültig vom Tisch

Mitte 2009 ging ein Aufschrei durch die deutschen Gamer-Reihen: Die Innenministerkonferenz forderte ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Actionspielen – und etwa 73.000 Bundesbürger wehrten sich mit einer Online-Petition gegen diese Forderung. Gestern wurde die Petition im Deutschen Bundestag öffentlich diskutiert: Peter Schleußer, der die Petition ins Leben gerufen hat, forderte mehr Medienkompetenz für Eltern und Pädagogen sowie mehr Unterstützung der Spielebranche in Deutschland.

Hermann Kues, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, stellte klar, dass die von den Innenministern geforderte Verschärfung der Jugendschutzgesetze nicht kommen wird. Stattdessen setzt die Regierung auf mehr Aufklärungskampagnen und Aktivitäten wie den Deutschen Computerspielpreis. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) begrüßt das Signal der Bundesregierung: Statt neue Gesetze einzuführen sollen lieber bestehende Regeln durchgesetzt werden.

Quellen: GamesMarkt, Golem

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