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7. Mai 2010: Nintendo erfolgreichster Entwickler 2009, MMORPG wird Open Source, Microsoft sieht Games als 3D-Beschleuniger

Redaktion   //   Mai 7, 2010   //   0 Kommentare

Entwickler-Top-100: Nintendo auf Platz eins

Die diesjährige Edition von Develop 100 kürt Nintendo als erfolgreichsten Spieleentwickler der Welt. Mit Develop 100 werden die weltweiten Top-Studios nach ihren Verkaufserfolgen im britischen Handel bewertet, basierend auf den 2009er-Verkaufszahlen von ELSPA/GfK Chart-Track. Das interne Nintendo-Entwicklungsstudio mit Sitz in Kyoto erreichte seine Spitzenposition durch Titel wie „Mario Kart Wii“ und „Wii Fit“.

Auf dem zweiten Platz folgt das Activision-Studio Infinity Ward, das durch den Verkaufserfolg von „Modern Warfare 2“ überzeugen konnte. Dahinter folgen zwei Studios, die von der kanadischen Förderung der Spielebranche profitieren: EA Canada und Ubisoft Montreal. Neueinsteiger in der der Top-100-Liste sind unter anderem Foundation 9 und Level 5 („Professor Layton“).

Quelle: Develop

MMORPG „Ryzom“ wird Open Source

Das Online-Rollenspiel „Ryzom“ wurde erst wegen finanzieller Probleme abgeschaltet, dann mit einem neuen Bezahlsystem neugestartet und läuft seitdem erfolgreich. Jetzt soll der Quellcode des Titels öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Betreiber Winch Gate aus Zypern geht diesen Schritt im Rahmen der GNU Affero General Public License, die Grafiken werden unter Creative Common online gestellt.

Damit stehen den Spielern bald rund zwei Millionen Zeilen Code sowie mehr als 20.000 Texturen und tausende 3D-Objekte zur Verfügung. Bestimmte Weltdaten wie Geografie, Quests und Gegenstände werden jedoch nicht freigegeben, um Plagiate zu verhindern. Zwar kann man sich in Zukunft mit modifizierten Clients nicht mehr auf den kommerziellen Servern einloggen, dafür sollen aber Testserver zur Verfügung gestellt werden. 

Quelle: Golem

Microsoft: Games beschleunigen 3D-Trend

Auf der GDC Canada hat sich Habib Zargarpour, Creative Director der Microsoft Game Studios, zur Entwicklung von 3D geäußert: Der ILM-Veteran ist überzeugt, dass Gaming die Popularität von Stereoskopie deutlich steigern wird. Im Gegensatz zu Film und TV bieten Spiele den Vorteil, bereits ein digitales Medium zu sein und entsprechend unkompliziert auf 3D umgestellt werden können. Filmemacher benötigen hingegen spezielle Dual-Linsen-Kameras und müssen die kompletten Dreharbeiten auf den 3D-Effekt abstimmen. 

Stereoskopisches 3D, kombiniert mit modernen Motion Controllern wie Natal, sieht Zargarpour als das nächste Level des interaktiven Unterhaltungsmediums. Auf PlayStation 3 und Xbox 360 sollen 30 Bilder pro Sekunde und eine Auflösung von 720p als künftige Standards für stereoskopische AAA-Titel gelten. Der Creative Director sollte wissen, wovon er spricht: Er arbeitete für 15 Jahren im 3D-Bereich bei ILM, wo er unter anderem für die Grafik-Effekte von „Star Trek“ und „Star Wars: The Phantom Menace“ verantwortlich war und zwei Oscar-Nominierungen erhielt. Vor seiner Zeit bei Microsoft arbeitete Habib Zargarpour bereits bei Electronic Arts im Games-Bereich. 

Quellen: EdgeGamasutra

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