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30. April 2010: Deutscher Computerspielpreis 2010, Apple-Chef erklärt Flash für tot, Nordic Game Program fördert acht Projekte

Redaktion   //   April 30, 2010   //   0 Kommentare

Computerspielpreis 2010: Wenige Gewinner, viel Kritik

Gestern Abend wurde zum zweiten Mal der Deutsche Computerspielpreis verliehen: Eine Jury aus Branchenvertretern und Politikern kürten die besten deutschen Spiele im Berliner Congress Center, unter den Augen von Staatsminister Bernd Neumann und Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit. „Anno 1404“ von Related Designs gewann gleich zwei Kategorien: Für bestes internationales Spiel und bestes deutsches Spiel erhält Ubisoft 100.000 € Preisgeld.

Der internationale Preis kommt überraschend und sorgte bereits im Vorfeld für heiße Diskussionen: Wie 2009 konnte sich die Jury nicht für eine der Nominierungen in dieser Kategorie entscheiden. Der Grund: zu viele Gewaltinhalte. Selbst das Rollenspiel „Dragon Age: Origins“ war für die Jury zu blutig, deshalb wurde „Anno 1404“ nachnominiert. 

Bestes Jugendspiel wurde das Adventure „The Whispered World“ von Entwickler Daedalic und Publisher Koch Media. Den Preis für das beste Browsergame erhielt der Münchener Browsergames-Spezialist Travian Games für „WeWaii“. 

Das beste Studentenkonzept „Night of Joeanne“ stammt von der Mediadesign Hochschule Düsseldorf, das beste Konzept aus dem Schülerwettbewerb „GooseGogs“ von der Nikolaus-August-Otto-Schule in Bad Schwalbach. Insgesamt ist der von Bund und Branchenverbänden gestiftete Preis mit 500.000€ dotiert. Die Verleihung fand erstmals im Rahmen der Konferenz Quo Vadis – Deutsche Gamestage statt, die in diesem Jahr 750 Besucher verzeichnete. Eine Übersicht aller Gewinner gibt es auf der Website der Veranstaltung.

Quellen: Golem 1Golem 2GamesMarkt 1GamesMarkt 2, GameStar

Apple-Chef provokant: Flash ist tot!

In einem offenen Brief hat Apple-Chef Steve Jobs sich gegen das Flash-Format von Adobe ausgesprochen: Die Software sei zu fehlerhaft, zu sehr PC-orientiert und ein Batteriefresser. Deshalb verzichtet Apple laut Jobs bei seinen Produkten iPhone und iPad ganz bewusst auf Flash. 

Jobs wettert weiter: Die Technologie von Flash sei überholt und nicht mehr notwendig, um etwa Videos im Internet anzuschauen. Hier gehöre offenen Standards wie HTML5 die Zukunft. Ist Flash ein Auslaufprodukt? Nein, sagt zumindest Sheri McLeish von Forrester Research. Die Branchenexpertin sieht in Apples Entscheidungen nur berechenbare, geschäftliche Gründe. 

Quellen: GamasutraEdgeSpiegelGolem

Nordic Game Program vergibt $533.000

Das seit fünf Jahren bestehende Nordic Game Program finanziert in der aktuellen Runde acht Spieleprojekte mit insgesamt $533.000. Der finnische Entwickler Rocket Pack Ltd. erhält für sein Casual Game „Cats vs. Dogs“ mit $106.780 die größte Summe. 

Jeweils $88.984 gehen an die Prodigium Game Studios (Finnland) mit „Floorball League“, Tactile Entertainment (Dänemark) mit dem Action-Adventure „The Wolf in the Iron Forest“ und Press Play (Dänemark) für das Jump&Run „Tentacle Terror“. Für den Puzzler „The Blossom Factory“ erhält das dänische Studio ZAXIS $71.187, die schwedischen Toltec Studios bekommen $44.492 für das First-Person-Puzzle-Game „The Ball“, das auf der Unreal Engine 3 basiert.

Quelle: Gamasutra

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