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Tagesrückblick: Ex-Pandemic mit neuem Titel, Hansoft zertifiziert, Spiele nach Genfer Konventionen

Redaktion   //   November 25, 2009   //   0 Kommentare

Ex-Pandemic-Kernteam entwickelt neuen Titel

Totgeglaubte leben länger: Vor wenigen Tagen haben wir über die geplante Schließung der Pandemic Studios durch EA berichtet, jetzt kündigt der Publisher eine Fortsetzung der Pandemic-IP „Mercenaries“ an: „Mercs Inc.“ soll vom Kernteam der ehemaligen Pandemic Studios zusammen mit EA Los Angeles entwickelt werden. 

Der Fokus des dritten „Mercenaries“ soll auf dem Mehrspieler-Modus liegen, zudem sollen wie bereits im Vorgänger wieder vermehrt Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Am 8. Dezember erscheint das Abschluss-Projekt von Pandemic: An „Der Saboteur“ hat das Studio seit der Übernahme durch EA 2007 bis zum bitteren Ende letzte Woche gearbeitet.

Quellen: EdgeGamasutraGamestar

Hansoft zertifiziert Trainer

Der schwedische Anbieter der führenden Projektmanagement-Software Hansoft investiert in ein Bildungsprogramm: In Zukunft gibt es die Ausbildungsmöglichkeit zum „Hansoft Certified Trainer”. Unabhängige Berater sollen mit dieser Zertifizierung Entwicklerstudios helfen, die Software bestmöglich einzusetzen. 

Bis jetzt können sich drei Berater mit dem neuen Titel schmücken: Gordon Moyes, Ex-Senior-Producer bei Pandemic Australia, kümmert sich in Zukunft um australische und asiatische Studios. Heather Maxwell Chandler, ehemals Ubisoft, EA und Activison und Ex-BioWare Jim Whitelay begleiten Studios in den USA und Europa.  

Quelle: Develop

Computerspiele nach Genfer Konventionen?

Die Schweiz, bekannt für ihre neutrale Position in Konflikten, schüttet neues Wasser auf die Killerspiel-Diskussions-Mühlen: Eine neue Studie zeigt, dass die Genfer Konvention in Games beim Thema Krieg und Gewalt mit Füßen getreten wird. Demnach wird das Völkerrecht ständig von Spielern missachtet, die dafür sogar noch belohnt werden. 

Die Genfer Konvention existiert seit 1864 und regelt das Töten im Konfliktfall – eine Art Regelwerk der zivilisierten Kriegsführung, das den Schutz der Kranken, Verwundeten und unbewaffneten Zivilisten anmahnt. Die Studie argumentiert nun, dass moderne Kriegsspiele beinahe so realistisch wie Filme sind und ihre Spieler trotzdem dazu einladen, internationales humanitäres Recht und die Genfer Konventionen zu brechen. Da stellt sich den Schweizern die Frage, ob das so sein muss. 

Moralische Fragen stellen sich aber auch die Spieler oft selber: Aktuell wird etwa über die exzessive Gewalt der Airport-Szene in „Modern Warfare 2“ diskutiert. Die Schweizer Studie schlägt vor, dass sich die Entwickler in Zukunft an die internationalen Richtlinien halten – und damit die Grenze zwischen Realität und virtuellem Spiel noch weiter aufweichen. 

Quelle: Spiegel

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