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Das iPhone gewinnt auch als Spieleplattform immer mehr an Bedeutung. Aber wie schwierig ist es überhaupt, ein neues Produkt in den App Store zu bringen? Brian Robbins trennt Mythen von Fakten.
Es besteht kein Zweifel: Das iPhone ist mittlerweile eine der am meisten diskutierten Plattformen in der Spieleentwicklung. Für Interessierte stehen zahlreiche nützliche Informationsquellen zur Verfügung, es herrschen aber auch noch immer Missverständnisse und falsche Vorstellungen. Für Entwickler, die noch nie selbst an einem iPhone-Spiel gearbeitet haben, kann das Herausfiltern der richtigen Informationen daher zum Problem werden.
Ursprünglich ein Vortrag auf dem letztjährigen IGDA Leadership Forum, soll dieser Artikel den gesamten Entwicklungsprozess eines iPhone-Spiels von der Bewerbungsphase bis hin zum App Store und darüber hinaus abdecken. Mein Ziel ist, den Entwicklern ein genaues Bild davon zu liefern, was sie zu erwarten haben.
Generell gelten für iPhone-Projekte ziemlich ähnliche Regeln wie für die Produktion eines Konsolenspiels. Alles beginnt mit einer Idee, darauf folgen die Entwicklung, das finale Testing, der Freigabeprozess sowie der Launch des Spiels gefolgt vom anhaltenden Marketing. Gehen Entwickler mit jedem dieser zentralen Produktionsschritte im Hinterkopf in ein Projekt, werden sie am Ende auch den größten Erfolg ernten und während der Produktion wenig Frustration spüren.
In diesem Prozess gibt es aber auch einige Punkte, die ausschließlich für die Entwicklung eines iPhone-Spiels relevant sind. Sollten Sie zum ersten Mal ein Spiel für das iPhone entwickeln, so müssen Sie entscheidende unternehmerische und rechtliche Schritte durchführen, bevor Sie Ihr Spiel endlich im App Store steht. Am Ende folgt dann der Einreichungsprozess, der selbst ein bisschen eigen ist. Hinzu kommt schließlich noch das Marketing -- wahrscheinlich der wichtigste Aspekt überhaupt, um einen erfolgreichen Launch zu schaffen.
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iPhone Developer Program
Angenommen, dies ist Ihr erstes iPhone-Spiel, dann steht zunächst die Bewerbung für das iPhone Developer Program an. Wahrscheinlich kommt für Sie die Standard 99 Dollar/Jahr-Variante in Frage und nicht das Enterprise-Program. Wichtig zu wissen ist nur, dass wer auch immer sich für das Programm bewirbt, nach der Aufnahme automatisch zum »Team Agent« wird. Zwar können einem Account auch Admins zugewiesen werden, die nahezu alle Aktionen durchführen können, allerdings darf allein der Team Agent Verträge mit Apple abschließen und Promotion Codes für veröffentlichte Apps generieren. Natürlich ist es auch möglich, nachträglich den Team Agent zu ändern, für diesen manuellen Vorgang müssen Sie aber erst umständlich Apple kontaktieren. Warum also nicht gleich mit der richtigen Person beginnen und sich den Mehraufwand ersparen?
Sobald der Bewerbungsprozess abgeschlossen ist, benötigt Apple einige Zeit, um Ihre App zu begutachten. Dieser Prozess dauert derzeit wahrscheinlich nur wenige Tage, das sah aber auch schon mal anders aus: Im Sommer 2008 mussten Sie für die Freigabe einer App einige Wochen bis hin zu Monaten einkalkulieren. Natürlich können Sie mit der Entwicklung Ihres Spiels bereits vor der Freigabe beginnen, allerdings sind Sie dann beim Testen auf den Software Simulator angewiesen und können nicht auf die tatsächliche Hardware zurückgreifen.
Verträge und Finanzen
Sobald Sie in das Developer Program aufgenommen wurden, sollten Sie in »iTunes Connect« einloggen und überprüfen, ob alle Vertrags- und Bankinformationen korrekt übernommen wurden (Abbildung 1). Der Standardvertrag erlaubt es Entwicklern nur, kostenlose Apps zu veröffentlichen. Möchten Sie hingegen Geld für Ihr Spiel nehmen, muss Ihr Team Agent den entsprechenden »Paid Applications«-Vertrag abschließen. In punkto Finanzen sollten Sie sicherstellen, dass alle Bankdaten und steuerlichen Informationen vollständig eingetragen wurden. Wichtig ist auch, sich genau über das Steuerabkommen in iTunes Connect zu informieren und sicher zu gehen, dass alle zusätzlichen Formulare ausgefüllt wurden, die je nach Sitz des Unternehmens eine Rolle spielen. Ihre »Bezahl-App« wird erst dann veröffentlicht, wenn alle notwendigen Einzelheiten korrekt festgehalten wurden. Es ist also besser, sich frühzeitig um diese Details zu kümmern und sie nicht Grund für einen verspäteten Launch werden zu lassen.
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Kommentare
Schöner Artikel, gute Tipps, Top.
Wer auf diesen Gebiet vorab schon mal experimentieren möchte kann ich das Neuroheadset von Emotiv empfehlen. Es hat 14 Sensoren es soll demnächst eine Dry Sensor Version geben. Sie bieten auch ein ...
Hallo Paulé, selbstverständlich hatten wir von Andy die schriftliche Erlaubnis, diesen Artikel zu übersetzen und zu veröffentlichen – wie bei jedem Autoren! Es war lediglich ein Missverständni...
Auf die Gefahr hin, die Worte an einen Zensor zu verlieren, halte ich mich kurz: Gerade las ich im Blog des Herrn Moore, dass für die Veröffentlichung seines übersetzten Eintrags eurerseits scheinb...
Dass er auch mit der Berichtüberstattung über sein Spiel noch etwas verdienen könnte, hatte der überaus sympathische Andy Moore in seiner Kalkulation offenbar nicht berücksichtigt. Wahrscheinlich...
Vielen Dank für diesen genialen Artikel! Nach so einer tollen Lektüre zum Thema habe ich schon lange gesucht! :-)