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Im Westen bedienen sich die Anbieter von Online-Spielen meist eines Abo-Systems; Kunden werden meist schon durch eine kostenlosen Beta- und später eine Trial-Phase gelockt. In Japan gibt es diese Abo-Systeme sowohl für PCs als auch für die Konsolen, wie im Fall von Final Fantasy 11 oder Phantasy Star Universe. Aber das Abo hat seine Grenzen. Es ist eine Belastung -- sowohl für die Spieler als auch für die Entwickler. Wer bereits für ein Spiel zahlt, probiert mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger neue Titel aus. Abos binden Spieler, sie machen sie unflexibel. Das wiederum entpuppt sich als Einstiegsbarriere für neue Entwickler, die versuchen, sich im Markt zu etablieren. Das mag zwar im Sinn der bestehenden Anbieter sein. Aber auch die stellen in dichten Märkten wie Korea mittlerweile fest, dass es schwierig ist, mit Abo-Modellen neue Kunden zu gewinnen. Als Resultat mussten viele Hersteller die Preise senken; im April 2006 sogar World of Warcraft. Hinzu kommt die Konkurrenz durch komplett kostenlose Spiele, deren Marktanteil steigt und die den Abo-Spielen jeden Preisvorteil nehmen. Diese Kostenlosen, nennen wir sie Casual Games, enthalten natürlich dennoch Bezahloptionen, schließlich muss sich das Spiel finanzieren. Es gibt dabei eine Fülle von Modellen, darunter:
Spezialobjekte: Spieler müssen früher oder später zwingend Gegenstände erwerben, die zum Fortschritt im Spiel notwendig sind.
Advertisement: Spieler müssen In-Game-Werbung akzeptieren.
Service-Gebühren: Spieler müssen für bestimmte Dienstleistungen zahlen, etwa den Transfer des Spielcharakters auf andere Server oder das Erstellen eines weiteren Accounts.
Spielgeld: Spieler können ihr Vermögen an Spielwährung schnell erhöhen, indem sie echtes Geld einsetzen.
Letzteres ist als wilder »Geld gegen Gold«-Handel in Abo-Rollenspielen wie World of Warcraft zu einem immensen Schwarzmarkt herangewachsen. Die professionalisierte Variante hat sich für Casual Games als erfolgversprechendstes und deshalb mittlerweile etabliertestes Modell erwiesen.
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Kommentare
Schöner Artikel, gute Tipps, Top.
Wer auf diesen Gebiet vorab schon mal experimentieren möchte kann ich das Neuroheadset von Emotiv empfehlen. Es hat 14 Sensoren es soll demnächst eine Dry Sensor Version geben. Sie bieten auch ein ...
Hallo Paulé, selbstverständlich hatten wir von Andy die schriftliche Erlaubnis, diesen Artikel zu übersetzen und zu veröffentlichen – wie bei jedem Autoren! Es war lediglich ein Missverständni...
Auf die Gefahr hin, die Worte an einen Zensor zu verlieren, halte ich mich kurz: Gerade las ich im Blog des Herrn Moore, dass für die Veröffentlichung seines übersetzten Eintrags eurerseits scheinb...
Dass er auch mit der Berichtüberstattung über sein Spiel noch etwas verdienen könnte, hatte der überaus sympathische Andy Moore in seiner Kalkulation offenbar nicht berücksichtigt. Wahrscheinlich...
Vielen Dank für diesen genialen Artikel! Nach so einer tollen Lektüre zum Thema habe ich schon lange gesucht! :-)