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28. Juli 2010: Disney kauft Playdom für $563 Mio., Sony und ILM entwickeln Grafikformat für 3D, Playlogic meldet Insolvenz an

Redaktion   //   Juli 28, 2010   //   0 Kommentare

Deal perfekt: Disney kauft Playdom für $563 Mio.

Disney hat den Social-Games-Publisher Playdom („Social City“) für $563 Mio. übernommen. Dazu packt Disney weitere $200 Mio. oben drauf, wenn spezielle Vorgaben erreicht werden und sich die Geschäftszahlen gut entwickeln. Die aktuellen Playdom-Titel werden auf sozialen Netzwerken wie Facebook und MySpace angeboten, in Zukunft sollen Disney-Marken wie „Mickey Mouse“ oder Marvel-Comics in Social Games umgesetzt werden.

Playdom-Chef John Pleasants ist künftig als Vize-Chef der Disney Interactive Media Group und CEO von Playdom tätig. Mit dem Deal hat sich Disney in ein lukratives Geschäftsfeld eingekauft: Laut Branchendienst Inside Network steigen die Browsergames-Umsätze 2010 in den USA von $5 auf $7 Mrd. Neben Disney hat auch Google schon in Browser und Social Games investiert: Der Konzern steckte über $100 Mio. in den Marktführer Zynga („FarmVille“) und plant ein eigenes Spieleangebot. 

Quellen: Edge, Gamasutra, GamesMarkt, Golem, Heise

Sony und ILM stellen offenes Grafikformat für 3D-Szenen vor

Auf der SIGGRAPH-Konferenz in San Francisco haben die Experten für visuelle Effekte von Sony Pictures Imageworks und Industrial Light & Magic (ILM) ein offenes Austauschformat für Computergrafik vorgestellt. Das Format mit dem Namen Alembic ist auf das Speichern computergenerierter Animationen zugeschnitten. 

Alembic-Files können anderen Dateien mit gespeicherten 3D-Szenen geometrische Informationen entnehmen und sie in einem unabhängigen Format speichern, um sie in beliebige Software zu importieren. Das Format ist in C++ und Python geschrieben und nutzt das von ILM kostenlos angebotene HDR-Format (High Dynamic Range). Über die Projektseite ist Alembic unter BSD-2.0-Lizenz verfügbar: www.alembic.io

Quelle: Heise

Playlogic meldet Insolvenz an

Ausgespielt: Der niederländische Publisher Playlogic hat für sich selbst und das Entwicklerstudio Playlogic Game Factory Insolvenz angemeldet. Der US-amerikanische Ableger in New York ist von der finanziellen Misere wohl nicht betroffen. Gegenüber der Börsenaufsicht gab das Unternehmen aus Amsterdam ausstehende Zahlungen von Geschäftspartnern als Grund an.

Vor allem der deutsche Publisher und Distributor Koch Media soll eine Mitschuld an der Pleite tragen: Angeblich schuldet Koch Media Playlogic noch 1,7 Mio. €. Von Koch gab es zu den Vorwürfen bislang keine Stellungnahme. Als letzten Titel veröffentlichte Playlogic das Actionspiel „Fairytale Fights“ für Xbox 360, PlayStation 3 und PC.

Quellen: Edge, MCV, GamesMarkt

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