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16. Juli 2010: Finalisten der PAX 10 Indie Game Competition, Killerspiele gegen Stress und Depressionen, US-Spielemarkt schrumpft weiter

Redaktion   //   Juli 16, 2010   //   0 Kommentare

PAX 10: Die Finalisten der Indie Game Competition

Die Finalisten der PAX 10 Indie Game Competition stehen fest: Zehn Titel, darunter „Puzzle Bots“ (Wadjet Eye Games), „Super Meat Boy“ (Team Meat) und „Altitude“ (Nimbly Games), nehmen an der Preisverleihung im Rahmen der Penny Arcade Expo von 3. bis 5. September in Seattle teil. Aus über 100 Einreichungen wählte das Panel aus Branchenexperten die zehn besten Titel aus, eine vollständige Liste der Finalisten gibt es auf der Homepage

Der Hardcore-Sidescroller „Super Meat Boy“ wurde Anfang des Jahres bereits für Excellence in Audio und den Seumus McNally Grand Prize auf dem Independent Game Festival nominiert. Der PAX-Preis wird bereits zum dritten Mal vergeben: Eines der Gewinnerteams 2009 („Tag: The Power of Paint“) wurde von Valve angeheuert, um Mechaniken aus dem Spiel in „Portal 2“ einfließen zu lassen. Die PAX Indie Game Competition kann also Sprungbrett in die professionelle Spieleentwicklung sein.

Quelle: Gamasutra

Studie: Killerspiele gegen Stress und Depressionen

„Counter Strike“ & Co. gegen Stress und Depressionen? Eine Studie der Texas International University zeigt, dass Gewaltspiele Aggressionen und Depressionen vermindern können. Wer gewalthaltige Spiele zockt, kann besser mit Stress umgehen und zeigt weniger depressive Verstimmungen oder aggressives Verhalten. Sorgen Killerspiele also für Frustabbau anstatt reale Gewalt zu fördern, wie deutsche Jugendschützer häufig proklamieren?

Dr. Christopher J. Ferguson ließ 103 junge Männer und Frauen eine frustrierende Arbeit erledigen, dann wurden sie per Zufall verschiedenen Gruppen zugeordnet: Nicht-Spieler, Spieler eines gewaltfreien Games und Spieler, die auf der guten oder bösen Seite eines gewalthaltigen Games standen. Anschließend absolvierten alle dieselben psychologischen Tests und es zeigte sich: Gewaltspieler können Frust und Stress spielerisch kompensieren, statt Gewalt zu eskalieren. Die Studie soll Ausgangspunkt weiterer Forschungen werden.

Quelle: Golem

USA: Spielemarkt schrumpft weiter

Trotz einzelner Erfolge sinkt der Gesamtumsatz des US-amerikanischen Spielemarkts immer weiter: Laut NPD schrumpfte der Markt im Juni 2010 um 6% im Vergleich zum Vorjahresmonat auf $1,1 Mrd.  Gesamtvolumen. Im Mai musste der US-Markt bereits ein Minus von 5% verbuchen, die Talfahrt geht also weiter.

An den Konsolen lag es nicht: Insgesamt stieg der Umsatz mit Hardware im Juni um 5%, die Zahl der Einheiten ist im Vergleich zum Vorjahr sogar um 35% gewachsen. Neue Modelle und Preisreduzierungen zahlten sich aus. Sorgen bereitet vor allem die Software: Die Umsätze fielen in Ermangelung neuer Titel um 15% auf $531,3 Mio. ab. Nicht einmal der Bestseller „Red Dead Redemption“ (Rockstar) mit knapp 1 Mio. verkauften Einheiten im Juni (insgesamt 2,5 Mio.) konnte das Ergebnis verbessern.

Quellen: Edge, Gamasutra, Heise, Golem

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