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1. Juni 2010: Bigpoint rettet Radon Labs aus der Insolvenz, iPad gefährdet die Handheld-Konkurrenz, PS3 ab 10. Juni in der dritten Dimension

Redaktion   //   Juni 1, 2010   //   0 Kommentare

Bigpoint rettet Radon Labs aus der Insolvenz

Überraschende Wende für den insolventen Berliner Entwickler Radon Labs („Drakensang“-Reihe): Der Hamburger Browsergames-Anbieter Bigpoint übernimmt das angeschlagene Studio. 35 der ehemals 100 Radon-Labs-Mitarbeiter werden in Zukunft unter dem Namen Bigpoint Berlin GmbH mit dem Team des bereits 2009 übernommenen Studios eLOFD zusammenarbeiten. Die beiden Radon-Labs-Geschäftsführer Bernd Beyreuther und André Blechschmidt sollen künftig die Bigpoint-Zweigstelle in der Hauptstadt leiten.

Mit der Übernahme wird Bigpoint noch in diesem Jahr die Schallgrenze von 500 Mitarbeitern durchbrechen. Bisher ist der Browsergame-Riese an den Standorten Hamburg, Malta und San Francisco vertreten. Mit mehr als 100 Mio. registrierten Nutzern ist die Browsergames-Schmiede einer der weltweiten Marktführer. Radon Labs ist aber auch keine kleine Nummer: Seit seiner Gründung 1995 hat das Studio mehr als 20 Titel für  PC, Xbox 360, PS3, Wii und NDS entwickelt und mehr als zwölf Auszeichnungen eingeheimst. Im Mai musste Radon Labs wegen Zahlungsschwierigkeiten Insolvenz anmelden.

Unklar ist, ob Bigpoint mit der "Drakensang"-Lizenz in das Retail-Geschäft einsteigen will: 2011 soll die Fortsetzung „Drakensang 3“ wie geplant erscheinen, laut Pressemitteilung entwickeln die Berliner aber nur Online-Games. Wie es um die Produktion des bereits angekündigten Add-ons „Phileassons Geheimnis“ für „Drakensang 2“ steht, ist nicht bekannt. Bigpoint-CEO Heiko Hubertz kündigte außerdem an, dass der Kauf weiterer, auch internationaler Studios geplant ist.

Quellen: GamesMarkt, Pressemitteilung

iPad verkauft 2 Mio. Geräte und gefährdet die Handheld-Konkurrenz

Ein Wochenende nach dem Start des iPad in Europa und keine 60 Tagen nach dem Verkaufsbeginn in den USA vermeldet Apple zwei Mio. verkaufte Tablet-PCs weltweit. Seit der Veröffentlichung wurden bereits mehr als 5.000 Apps speziell für das iPad entwickelt, die 200.000 existierenden Programme aus dem App Store werden ebenfalls unterstützt. Im Juli erscheint das Gerät in neun weiteren Ländern, dann dürften die Zahlen noch einmal ansteigen.

Der Erfolg von Apples Tablet-PC hat aber auch seine Schattenseiten: RPG-Autor Masato Kato („Final Fantasy VII“, „Chrono Trigger“) prophezeit den Niedergang von Nintendo durch das begehrte Handheld. Mit dem DS und der Wii hätte sich der Konzern allerdings auch sein eigenes Grab geschaufelt, so Kato. Analysten befürchten schon länger, dass Apples Spielzeuge die Handheld-Nutzer von Sony und Nintendo abwerben. Reggie Fils-Aime, Präsident von Nintendo America, hat das Potential von Apple und den Einfluss auf den DS-Markt bisher immer herunter gespielt.

Quellen: Edge, Gamasutra, MCV

PS3: 3D-Games bereits in wenigen Tagen

Sony erobert schon in wenigen Tagen die dritte Dimension: Ab 10. Juni startet die Ära des stereoskopischen 3D-Gaming für die PlayStation 3 in Japan. Das Firmware-Update ermöglicht mit entsprechendem Fernseher und Brille Games in 3D: Den Anfang machen die Titel „Pain“, „Star Strike HD“ und „Wipeout HD“.

Prinzipiell sollen alle PS3-Spiele in 3D dargestellt werden können, ältere Titel müssen dazu aber vom Entwickler extra gepatcht werden. Die neue Technologie ist nur bedingt für alle Titel interessant: Spiele, die eine Bildrate unter 60 aufweisen, fallen durch die 3D-bedingte Halbierung auf 30 Bilder pro Sekunde. Um die Rate zu verbessern müssen die Entwickler weniger Details darstellen. Es bleibt abzuwarten, welche Studios 3D-Versionen ihrer Titel nachliefern und wie schnell diese verfügbar sind.

Quellen: MCV, GamesMarkt

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