Google: Eigener Appstore und Games im Browser
Google hat auf seiner I/O-Konferenz in San Francisco Pläne für den nächsten großen Wurf bekannt gegeben: Der Konzern eröffnet noch in diesem Jahr einen browserbasierten Webshop für Apps namens Chrome Web Store. Damit sollen Games und Dienste an einer zentralen Stelle im Google Chrome Browser angeboten werden. So wird nicht nur die Attraktivität des Browsers erhöht, kleinere App-Anbieter im Netz können so auch auf eine größere Reichweite hoffen. Der Chrome-Browser hat nach Aussagen des Konzerns mittlerweile 70 Mio. Nutzer, Marktforscher schätzen seinen Marktanteil auf 6,7%.
Auf der Konferenz zeigte Google auch zwei Spiele, die vorerst noch dank Plug-in in Chrome liefen: „Plants vs. Zombies“ und das mit Unity entwickelte „LEGO Star Wars: The Quest for R2-D2“. Die Spiele laufen über Native Client, ein Open-Source-Programm, das mit C++-Code arbeitet und 3D-Grafik ebenso wie Echtzeit-Interaktionen beherrscht. Laut Google laufen die Games unter dem neuen Webstandard HTML 5 auch ohne Plug-ins – und das nicht nur in Chrome, sondern in allen modernen Browsern.
Der Chrome Web Store soll sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Apps anbieten. Anbieter haben außerdem die Möglichkeit, kostenpflichtige Webanwendungen über den Store abzurechnen. Für Entwickler könnte der Chrome Web Store eine echte Alternative zu Apples App Store oder sogar Steam darstellen. Weitere Infos und technische Details gibt es hier.
Quellen: Edge, Gamasutra, Heise, Gamestar
Steam auf dem Mac: Erfolgreicher Start, technische Probleme
Erst seit kurzem gibt es Steam auch für den Mac: Mittlerweile wurde der Client für Apple-Computer mehr als 1,5 Mio. Mal heruntergeladen, zwei Drittel der bisherigen Installationen erfolgten auf einem Macbook oder Macbook Pro. Jetzt können die Apple-User auch gegen Windows-Nutzer im Multiplayermodus spielen. Allerdings hat Valve noch mit technischen Problemen zu kämpfen: Das Spiel „Portal“ etwa, das kostenlos zum Download des Mac-Clients angeboten wurde, läuft nur mit der Hälfte der Bildrate.
Vor allem eine aktivierte Kantenglättung frisst die Leistung unter Mac OS X auf. Für die Performance-Probleme ist aber anscheinend nicht Valve, sondern Apple verantwortlich: Updates für Grafiktreiber sind rar gesät, für Windows veröffentlichen Anbieter wie AMD oder Nvidia hingegen Updates im Monatsrhythmus. Deshalb darf man wohl auch nicht auf schnelle Besserung hoffen. Ähnlich wie in Apples App Store ist die restriktive Produktpolitik des Konzerns also wieder einmal für Ärger verantwortlich.
Quelle: Golem
Erste Community Manager Conference in Leipzig
Im Rahmen der Games Convention Online veranstaltet die Leipziger Messe zusammen mit Two Pi Team am 9. Juli die erste Community Manager Conference: Neben Informations- und Erfahrungsaustausch unter Community Managern will sich die Veranstaltung vor allem mit der Zusammenarbeit von Community Management und Marketing beschäftigen.
Neben einer besseren internationalen Vernetzung und Professionalisierung soll außerdem das Berufsbild stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Community Manager sind oft die einzigen Marketing-Mitarbeiter mit direktem Kontakt zu den Spielern, sie machen Stimmungen und Trends aus und beschwichtigen bei Konflikten. Dank des Booms von Online-Games werden diese Aufgaben immer wichtiger - und haben deshalb eine eigene Konferenz verdient.
Quelle: GamesMarkt
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Kommentare
Toll!
Hat jetzt nicht sooo viel mit Computerspiel-Entwicklung zu tun :P
"Die Entwickler"? Das ist ein Film. Und der ist anscheinend von 1995, also hat da auch niemand offiziell geklaut.
Ich finde 30 Millionen deutlich beeindruckender. http://esfiworld.com/sc2/news/mlg-anaheim-breaks-viewership-records
Der Rest der 90 Mitarbeiter wird dann wohl entlassen? Hm... schade. Ich hoffe die finden bald wieder nen Job. Was wird aus dem Standort in Halle an der Saale? Weiß da wer was?
Echt schade das mit Radon Labs zu lesen. Dabei hatte ich mich erst bei der letzten Talentbörse bei ihnen beworben... Hoffentlich folgen nicht noch mehr Entwickler.