Daily

10. Mai 2010: Indie-Aktion ein voller Erfolg, Deutsche geben 3,65 Mrd. € für Games aus, Social Games kämpfen mit Nutzerrückgang

Redaktion   //   Mai 10, 2010   //   0 Kommentare

Umsonst zahlt sich aus: Indie-Aktion ein voller Erfolg

Verschiedene Indie-Entwickler haben sich zusammengeschlossen und ein Paket aus sechs Indie-Games zusammengestellt. Der Clou: Die Kunden können frei bestimmen, wie viel sie für das Spielepaket bezahlen wollen. Außerdem kann der Käufer einen beliebigen Anteil an die Charity-Projekte Electronic Frontier Foundation und Child’s Play spenden. Ein ungewöhnliches Geschäftsmodell, das sich auszahlt: Mit der Aktion wurden mittlerweile über $700.000 eingenommen.

Im Schnitt zahlen die Kunden über $8 für das Bundle. Das Geld landet dabei direkt bei den Entwicklern, es profitieren keine zwischengeschalteten Publisher oder Distributoren. Alle Spiele sind frei von DRM und unterstützen sämtliche Betriebssysteme (Windows, MacOS X und Linux). Ähnliche Modelle, die dem Kunden die Wahl des Preises überlassen, haben sich schon bei Musikalben wie „In Rainbows“ von Radiohead  bewährt – in Deutschland landete das Album trotz freier Preisgestaltung auf Platz 8 der Verkaufscharts. Die „Humble Indie Bundle“-Aktion läuft noch bis morgen Abend auf www.wolfire.com/humble.

Quellen: GamasutraWolfire

Deutschland: 3,65 Mrd. € für Games in 2009

Laut dem Newzoo Games Market Report haben die Deutschen im Jahr 2009 insgesamt 3,65 Mrd. € für Computer-, Konsolen- und Onlinegames ausgegeben. In den USA wurden im letzten Jahr 19,39 Mrd. € für Spiele gezahlt, davon 46% im Netz: Online-Abonnements, virtuelle Währung, Mikro-Transaktionen und der digitale Vertrieb sind in Übersee für fast die Hälfte der Umsätze verantwortlich. In Deutschland wird das Geld noch primär im Handel ausgegeben. 

Der Report zählt insgesamt 35,5 Mio. spielende Deutsche. Am liebsten geben die Deutschen ihr Geld für Konsolenspiele (42%) und PC-Games (36%) aus, Online-Portale liegen bei 12%. Mit den Gesamtausgaben aus 2009 liegt Deutschland auf Platz drei der insgesamt sechs befragten Länder, hinter den USA (19,39 Mrd. € bei 183,5 Mio. Spielern) und Großbritannien (4,32 Mrd. € bei 31,1 Mio. Gamern).

Der Newzoo Games Market Report befragte 13.000 Teilnehmer aus den USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien. Eine kostenlose Zusammenfassung der Ergebnisse gibt es unter auf www.gamesindustry.com.

Quellen: Pressemitteilung

Facebook-Games: Lukrativ trotz Nutzerrückgang

Mehr als 200 Mio. Facebook-Mitglieder nutzen das Social Network regelmäßig zum Spielen, im Schnitt vier Games auf einmal. Auf der GDC Canada ermutigte Jason Bailey, CEO von Super Rewards, die anwesenden Entwickler, sich mehr im Social-Games-Bereich zu engagieren. Ein Beispiel von Bailey zeigt, dass ein Spiel in nur vier Tagen ohne Marketingkosten – allein durch virale Effekte – 70.000 aktive User an sich binden kann. 

Basierend auf Daten des eigenen Service errechnete Bailey, wie viel Umsatz die einzelnen Genres erwirtschaften: Rollenspiele wie „Mafia Wars“ (Zynga) und Glücksspiele wie Poker lohnen sich mit einem ARPU (durchschnittlicher Monatsumsatz pro angemeldetem Spieler) von $0,25 bis $1 am meisten. Farm-Spiele wie „FarmVille“ setzen mit $0,10 bis $0,20 deutlich weniger um, erreichen dafür eine größere Zielgruppe. Das Schlusslicht bilden Städtebauspiele mit einem Umsatz von unter $0,10 pro Nutzer. 

Aktuell sehen jedoch selbst etablierte Facebook-Games Einbrüche der Spielerzahlen: Seitdem die Regeln für das Verschicken von Benachrichtigungen durch Games verschärft wurden, haben 12 der 25 beliebtesten Spiele über eine Million Nutzer verloren. Bei „FarmVille“ waren es sogar 4,4 Mio. Abgänge. Kein Wunder, war gerade der Benachrichtigungs-Spam das effektivste Marketing-Instrument der Entwickler, um neue Spieler an Land zu ziehen.

Quellen: EdgeGamasutra

Kommentare

Einen Kommentar hinterlassen

Um einen Kommentar hinterlassen zu können, müssen Sie sich zuerst anmelden oder registrieren.

» zur Anmeldung
» zur Registrierung