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29. April 2010: Activision sichert sich Bungie-Exklusivität, HP kauft Palm, Diskussion um Computerspielpreis, neues Venture Capital für Games

Redaktion   //   April 29, 2010   //   0 Kommentare

10-Jahres-Vertrag: Bungie spielt für Activision

Partnerwechsel bei Bungie: Der „Halo“-Entwickler bindet sich mit einem exklusiven Publishing-Deal für die nächsten zehn Jahre an Activision. Der Publisher hat damit die weltweiten Exklusivrechte zur Veröffentlichung aller kommenden Bungie-Titel. Das Studio, das sich erst 2007 von Microsoft freigekauft hatte, bleibt weiterhin unabhängig und wird sich in Zukunft auf die Entwicklung eigener Marken konzentrieren.

Der Deal beendet das Vertriebsabkommen zwischen Bungie und Microsoft. Die lukrative „Halo“-Lizenz bleibt allerdings in Redmond und somit weiterhin exklusiv auf Xbox und PC. Bungies Präsident Harold Ryan erklärte, Activision sei dank seiner Reichweite und Multiplattformerfahrung der ideale Partner für das Studio. An dem Deal schraubten die frischgebackenen Partner mehr als neun Monate. 

Quelle: GamestarDevelopGamesMarkt

HP kauft Palm für $1,2 Mrd.

Hewlett-Packard stößt mit einem Kraftakt in den Smartphone-Markt vor: Für $1,2 Mrd. hat der amerikanische Fabrikant von Computer-Hardware Palm übernommen. Der Smartphone-Hersteller kämpft seit einiger Zeit mit schwachen Verkaufszahlen. Und das, obwohl der Palm Pre als technisch ausgereifter Konkurrent zum iPhone gilt. Das Palm-eigene Betriebssystem webOS ist laut HP-Vizepräsident Todd Bradley die ideale Plattform, um die eigene Mobil-Strategie voranzutreiben. 

Elf Geschäftsquartale in Folge fuhr Palm schwere Verluste ein, während die Smartphone-Konkurrenz am Markt davon zog. Gerade das geringe Angebot an Apps für Palm scheint die Kunden abzuschrecken: Nur 2.400 Apps bietet Palm, Google hat inzwischen 50.000 Anwendungen im Programm, Apple sogar 150.000. Die Übernahme durch HP könnte das Blatt nun wieder wenden. Die Palm-Anleger sollen von HP $5,70 pro Aktie erhalten, der Palm-CEO Jon Rubinstein bleibt weiter im Amt.

Quellen: GamasutraGamesMarktSpiegel

Diskussion um Deutschen Computerspielpreis

Heute Abend findet in Berlin die Preisverleihung des zweiten Deutschen Computerspielpreises statt. Doch statt freudiger Erwartung gab es im Vorfeld harsche Kritik: Ein „Welt Online“-Artikel prangerte an, dass der deutsche Preis keine Spiele für das erwachsene Publikum nominiert. Titel ab 16 oder 18 Jahren werden einfach ausgeblendet – Schuld sei der Einfluss der Politiker in der Jury, die Spiele mit jeder auch noch so kleinen Gewaltszene einfach ignorieren.

Dabei sind gerade diese Games häufig Verkaufsschlager mit besonderer Qualität.  Trotzdem haben sie keine Chance, in der Kategorie „Bestes internationales Spiel“ auch nur einen Blumentopf zu gewinnen: Blockbuster wie „Call of Duty: Modern Warfare 2“ oder „Assassin’s Creed II“ sind als sogenannte Gewaltspiele von vorneherein ein Unding. Eine Situation, die in der Filmindustrie undenkbar wäre – denkt man etwa an Quentin Tarantinos Oscar-prämiertes, aber überaus brutales „Inglorious Basterds“. Sollte sich die ignorante Haltung der Politik nicht ändern, sieht der Autor des Welt-Artikels nur eine Lösung: Die Veranstaltung in „Deutscher Computerspielpreis für Jugendspiele“ umzubenennen.

Quelle: GamesMarktWelt Online

Ex-Atari-Boss gründet Venture-Capital-Firma

Letztes Jahr beendete David Gardner seine Laufbahn als CEO bei Atari. Jetzt will der Manager die Branche unterstützen, indem er eine Venture-Capital-Firma speziell für die Spielebranche gründet. Auf der Nordic Games Konferenz in Schweden gab Gardner bekannt, mit London Venture Partners zusammenzuarbeiten. 

Durch die neue Investorenrolle will Gardner nach eigener Aussage nicht Rendite maximieren, sondern die Branche als Ganzes voran bringen. Gardner erreichte Bekanntheit, als er 1987 die europäische Niederlassung von Electronic Arts etablierte. Bei EA arbeitete er bis 2007 und leitete im Anschluss Atari für zwei Jahre. 

Quelle: Gamasutra

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