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12. Mai 2010: Neue Grafik-Technologie aus Australien, CryTek plant kostenlose CryEngine, Florida neues Steuerparadies für Entwickler, Adobe veröffentlicht Creative Suite 5

Redaktion   //   April 12, 2010   //   0 Kommentare

Unendliche Details: Australisches Studio stellt neuartige Grafik-Technologie vor

Das Entwicklerstudio Unlimited Detail mit Sitz in Australien kündigt eine neue Grafik-Technologie an, die auf aktueller Hardware sogar ohne Grafikkarte detailreiche Optik bieten soll. Die ersten Spiele mit der neuen Technologie sollen bereits in 16 Monaten erscheinen. Der Detailgrad soll dank eines neuen Systems nahezu unendlich sein – ohne dabei auf bewährte Techniken wie Polygone, Raytracing oder Voxel zu bauen.

Objekte sollen in der neuen Engine aus unendlich vielen Punkten bestehen, den sogenannten Atomen. Diese werden in einer „Point Cloud Data“ dargestellt. Der dafür benötigte Speicher müsste eigentlich riesig sein, aber auch dafür hat Unlimited Detail eine Lösung:  Die neue Methode berechnet und stellt nur die Punkte dar, die der Spieler auch tatsächlich sieht. Die Entwickler vergleichen ihre Algorithmen mit Such-Engines wie Google – nur dass keine Webseiten oder Bilder, sondern Atome gefunden werden. Noch klingt das komplette Projekt allerdings etwas undurchsichtig. Aktuell sucht Unlimited Detail nach Investoren und arbeitet an einem Software Development Kit.

Quellen: GolemGamestar

Crytek plant kostenlose CryEngine-Variante

Crytek will in die Fußstapfen von Unity und Epic Games treten und plant eine eigenständige, kostenlose Variante seiner CryEngine zu veröffentlichen, die einen vergleichbaren Feature-Umfang bieten soll.

Aktuell bietet Crytek bereits einen Editor für die Version 2 der CryEngine für die Mod-Community. Welche Technologie und Lizenzbedingungen die kostenlose Engine mit sich bringt, ist noch unklar. Die Konkurrenz von Epic konnte mit dem kostenlosen Unreal Development Kit in knapp vier Monaten mehr als 100.000 registrierte User für seine Technologie gewinnen.

Quelle: Develop

Florida: Steuererleichterungen für Spielefirmen

Vom kühlen Vancouver ins sonnige Florida: Der US-Bundesstaat will Steuernachlässe für Entertainment-Produkte nach dem kanadischen Modell einführen. Das Repräsentantenhaus hat der Gesetzesvorlage bereits zugestimmt, jetzt muss nur noch Gouverneur Charlie Crist grünes Licht geben. Produzenten von Entertainment-Produkten sollen Steuervergünstigungen in Höhe von 15 bis 20% erhalten. 

Für Entwickler von familienfreundlicher Unterhaltung winkt ein zusätzlicher Steuerbonus von 5%. Games müssen dazu für Kinder ab 5 Jahren freigegeben sein und weder Zigaretten, Sex, Nacktheit, Gewalt oder vulgäre Sprache beinhalten. Für Film- und TV-Produktionen relevant ist die Belohnung von Risikobereitschaft: Wer in der Hurrikan-Saison von Juni bis November Unterhaltungsprodukte herstellt, bekommt einen zusätzlichen Nachlass von 5%. 

Quellen: Gamasutra, Develop, GamesMarkt

Adobe überarbeitet sein Kreativ-Werkzeug

Ab Mai stellt Adobe seine Creative Suite 5 in die Regale. Die größten Änderungen erwarten Designer vor allem bei Photoshop und Flash. Das Photoshop-Update ermöglicht Nutzern einen besseren Überblick durch das Wechseln zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen auf Knopfdruck. Neben neuen Korrekturfunktionen kann man Motive mit der Funktion „Puppet Warp“ durch Kontrollpunkte bewegen, wie die Gelenke einer Marionette. 

Flash bekommt das offene Dateiformat XFL, um die Elemente eines Projekts zugänglicher zu machen: Neben der XML-Datei werden die Grafiken gespeichert, damit etwa Bildelemente leichter austauschbar sind. Mit sogenannten Code Snippets sollen auch Entwickler mit weniger Programmiererfahrung komplexe Projekte bewerkstelligen können. 

Mit Flash Catalyst führt Adobe zudem ein komplett neues Produkt ein, mit dem man Inhalte wie interaktive Diashows oder Portfolio-Webseiten ohne Programmierkenntnisse erstellen kann. Durch selbsterklärende Namen und einfache Dialoge sollen so etwa mobile Anwendungen ganz ohne Code entstehen. Auch die Erstellung von iPhone-Apps mit Flash unterstützt die Creative Suite 5. Dumm nur, dass Apple rechtzeitig mit seinen neuen Lizenzbedingungen den Flash-Entwicklern einen Riegel vorschiebt. Adobes Plattform Evangelist Lee Brimelow bezeichnete Apples Schritt auf seinem Blog als einen Schlag ins Gesicht der Entwickler. 

Quellen: HeiseGolem 1Golem 2

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