Daily

9. April 2010: Apple baut Games-Unterstützung aus und kündigt iPhone OS4 an, chinesischer Onlinegames-Markt mit neuem Rekordwert

Redaktion   //   April 9, 2010   //   0 Kommentare

Apple setzt auf Games und kündigt iPhone OS 4 an

Apple im Spielewahn: Mit einem neuen sozialen Netzwerk auf iPhone und iPad will sich der Konzern noch stärker auf Games fokussieren. Noch in diesem Jahr soll das Game Center offiziell an den Start gehen und mit Erfolgen, automatischer Mitspielersuche und Highscore-Listen noch mehr Apple-Nutzer zum Zocken animieren. Dabei ist das Game Center nicht in erster Linie umsatzorientiert, sondern soll einen Mehrwert für die mobilen Geräte herstellen.

Ein Schritt in die richtige Richtung, wenn man die nackten Zahlen betrachtet: Von den Apps für das frisch in den USA gestartete iPad sind 35% Games (833 von insgesamt 2.385 exklusiven iPad-Apps). Und auch unter den Bestsellern des AppStores haben Spiele die Nase vorn: 30% der am meisten heruntergeladen iPad-Apps sind Games. Bei iPhone und iPod Touch zeigt sich die spielerische Macht sogar noch deutlicher: 60% der Bestseller für diese mobilen Geräte stammen aus dem Spielebereich. 

Fast nebenbei kündigte Apple die mittlerweile vierte Version des iPhone OS vor, die laut Steve Jobs mehr als 1.500 neue Funktionen für Entwickler enthalten soll. Das Update macht das iPhone Multitasking-fähig, bekommt iBooks und eine Plattform für mobile Werbung. Durch das Multitasking lassen sich etwa das Abspielen von Musik oder VOIP-Anrufe im Hintergrund abwickeln. Die Betaversion, die ab sofort samt SDK für Entwickler verfügbar ist, beinhaltet zudem eine Preview des Game Centers. 

Die neue mobile Werbeplattform iAd soll besonders attraktiv für Nutzer und Hersteller sein: Anwendungen müssen zum Aufrufen von Werbung nicht mehr verlassen werden und Entwickler sollen 60% der über iAd erzielten Umsätze erhalten. Die finale Version des iPhone OS 4 verspricht Apple für diesen Sommer. Einen Haken hat die Sache allerdings: Geänderte Lizenzbedingungen erlauben nur noch die Verwendung von Objective-C, C und C++ als Programmiersprachen bei der Verwendung von dokumentierten APIs. Damit verbietet Apple quasi bereits im Vorfeld den von Adobe angekündigten Flash-Compiler. 

Quellen: Gamasutra 1Gamasutra 2, GamesMarkt, Heise, Golem

China: Onlinegames-Markt geht durch die Decke

Der Umsatz mit Online-Spielen ist 2009 auf stolze $3,9 Mrd. angewachsen. Damit ist der Markt laut den Marktforschern von Pearl Research selbst im Jahr der Wirtschaftskrise um 30% gewachsen. Ein Grund für den Boom ist die zunehmende Beliebtheit von sozialen Netzwerken in China: Seiten wie QZone, Renren oder Kaixin001 stehlen den etablierten Casual-Games-Anbietern zunehmend Marktanteile, sprechen aber gleichzeitig neue Zielgruppen an. 

Die größten Umsätze werden weiterhin mit Online-Rollenspielen erzielt: Die erfolgreichsten Unternehmen in diesem Sektor sind Tencent mit einem Jahresumsatz von $792 Mio., Shanda Games mit $704 Mio. und Netease mit $493 Mio. Die Marktforscher gehen weiter von einem starken Wachstum aus: Bis 2012 soll der Markt bereits $6 Mrd. umsetzen, Tendenz weiter steigend. Denn obwohl über 384 Mio. Chinesen online sind, entspricht das weiterhin nur 30% der Gesamtbevölkerung des Riesen-Staats. 

Quellen: Gamasutra, Edge, GamesMarkt
 

Kommentare

Einen Kommentar hinterlassen

Um einen Kommentar hinterlassen zu können, müssen Sie sich zuerst anmelden oder registrieren.

» zur Anmeldung
» zur Registrierung