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25. März 2010: Onlinegames-Markt wächst weiter, deutsche Entwickler brauchen bessere Unterstützung, neue Lösung für Facebook-Games

Redaktion   //   März 25, 2010   //   0 Kommentare

Onlinegames-Markt legt weiter zu

Im vergangenen Jahr ist der Markt für Onlinegames um 30% gewachsen, wie eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) zeigt. Laut Marc Wardenga, Vorsitzender der BVDW-Fachgruppe Connected Games, sind die Netzspiele längst kein Nischenmarkt mehr, sondern ein massiver Treiber der gesamten Gamesbranche. Die Studie erfasst dabei nur Free-to-Play-Titel, schwergewichtige Abo-Titel wie „World of Warcraft“ sind in den Daten nicht enthalten.

Heute spielen 30% mehr User als noch 2008, bemerkenswerte 41% sind durch Werbung im Netz auf die Spiele aufmerksam geworden. Von einer solchen Conversion Rate können Markenprodukte größtenteils nur träumen. Rund 35% der Onlinespieler sind bereit, für ein grundsätzlich kostenloses Angebot im Durchschnitt elf Euro pro Monat auszugeben. Jeder dritte Gamer gibt 28 € monatlich aus und 5% investieren sogar mehr als 75 € in Onlinegames.

Quelle: GamesMarkt

Munich Gaming: Mehr Unterstützung für Entwickler gefordert

Bei der gestrigen Eröffnung der Munich Gaming Konferenz forderte Arwed-Ralf Grenzbach in seiner Keynote umfassende staatliche Unterstützung für die deutsche Entwicklerszene. Der Branchenexperte war zuletzt als Vice President International für Nickelodeon & Viacom Consumer Products tätig. Laut Grenzbach zeigen die Investitionen im letzten Jahr das große Potenzial der deutschen Entwicklerszene: Trotz Wirtschaftskrise erhielten Onlinegames-Firmen Kapital in Höhe von 412 Mio. €. Unternehmen wie Bigpoint haben aus eigener Kraft den Schritt zum Weltmarktführer geschafft. 

Bei Konsolen-Entwicklung sieht es dagegen weniger rosig aus: International konzentriert sich der Markt auf teure AAA-Titel, bei denen die meisten lokalen Studios nicht mitspielen können. Länder wie Kanada zeigen mit seinen umfassenden Steuererleichterungen, staatlichen Subventionen und institutionalisierten Universitäten wie es funktionieren kann: Fast alle großen Publisher haben sich dort bereits angesiedelt, allein Ubisoft beschäftigt in Kanada 5.000 Angestellte. Hier herrscht in Europa, aber vor allem in Deutschland noch viel Nachholbedarf.

Quelle: GamesMarkt

Facebook-Games: Weniger Spam und alternative Distributionslösungen

Facebook versucht weiter, den Spam durch Benachrichtigungen einzudämmen: Die Regeln für automatische Updates von Apps oder Foto-Tags im News Feed wurden verschärft. Facebook will damit gegen App-Anbieter vorgehen, die ihre Privilegien missbrauchen, um Nutzer mit den immer gleichen Posts und Tags zu langweilen. In Zukunft müssen alle Benachrichtigungen vom Nutzer noch einmal per Klick bestätigt werden, zudem verbietet Facebook das Posten der gleichen Nachricht bei mehreren Freunden. Die Maßnahmen schützen die Nutzer vor Spam, erschweren aber auch das Marketing von Games auf der sozialen Plattform.

Wer sein Spiel unabhängiger von der Facebook-Plattform machen will, kann den Service von Heyzap nutzen: Innerhalb eines Zeitraums von einer Stunde bis zu einem halben Tag können die Facebook-Games angepasst werden und in jede Webseite eingebunden werden. Bisher haben sich bereits 15 Publisher für die Plattform angemeldet, die zusammen im Monat 50 Mio. Nutzer erreichen. Heyzap nutzt Facebook Connect, um die viralen Effekte des sozialen Netzwerks auch außerhalb nutzen zu können. Mit einem Share von 15% können die Social Games ein noch größeres Publikum erreichen und ganz einfach in jede Fanseite und jeden Blog eingebunden werden. Aktuell bietet das Heyzap Netzwerk 25.000 Flash-Spiele von 2.700 Entwicklern. Die Facebook-Games müssen allerdings nicht in Flash geschrieben sein.

Quellen: Venturebeat 1Venturebeat 2

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