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26. Januar 2010: Apple mit Rekord-Bilanz, EA fährt zweigleisig, neuer Jugendmedienschutz vorgestellt

Redaktion   //   Januar 26, 2010   //   1 Kommentar

Apple mit blendender Bilanz 

Für morgen wird gespannt die Vorstellung des Tablet-PC erwartet, gute Neuigkeiten hat Apple aber bereits heute zu verkünden: Die aktuelle Bilanz zeigt das profitabelste Quartal in der Firmengeschichte. Der Umsatz lag mit $15,68 Mrd. deutlich über dem Vorjahresquartal ($11,88 Mrd.), der Nettogewinn stieg von $2,26 Mrd. auf $3,38 Mrd. Erfolgsgarant bleibt das iPhone: Der Smartphone-Absatz verdoppelte sich im ersten Quartal 2010 auf 8,7 Mio. Geräte.

Mit Download-Verkäufen im iTunes Store und Dienstleistungen für iPhone und iPod wurden insgesamt $6,74 Mrd. umgesetzt. Auch die Mac-Verkäufe legten deutlich zu, der Umsatz von Desktop-Rechnern stieg im Jahresvergleich sogar um 62% auf $1,69 Mrd. Eine rosige Zukunft wird Apple vor allem durch den erwarteten Tablet-PC prognostiziert: Apples neue eierlegende Wollmilchsau, um die sich seit geraumer Zeit die Gerüchte ranken, soll E-Book-Reader, MP3-Player, Videoplayer, TV-Gerät, mobile Surfmaschine und tragbare Spielkonsole in einem sein. Man darf gespannt sein. 

Quellen: GamasutraDevelopGamesMarktSpiegel

„Medal of Honor“: EA fährt zweigleisig

Am  nächsten Teil der „Medal of Honor“-Serie arbeiten zwei Teams mit unterschiedlichen Game-Engines: EA Los Angeles entwickelte die Solokampagne auf Basis einer stark modifizierten Version der Unreal Engine 3. Das schwedische Entwicklerteam Dice ist dagegen für den Mehrspieler-Modus verantwortlich, bei dem auf die hauseigene Frostbyte-Engine gesetzt wird. 

Die Verwendung von unterschiedlichen Technologien in einem Titel ist ein ungewöhnlicher Schritt von EA. Zwar sprechen steigende Kosten und Workflow-Nachteile gegen diese Entscheidung, die optimierte Auf- und Verteilung kann die Produktqualität aber deutlich steigern. Und gerade hier muss „Medal of Honor“ im Vergleich zu „Call of Duty“ viel Boden gut machen.

Quelle: Golem

Neuer Jugendmedienschutz: Schutz oder Regulierungswahn?

Am Entwurf des neuen Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) scheiden sich die Geister: Verbände wie Eco, Bitkom oder der Arbeitskreis Zensur lehnen die Idee klar ab, Zugangsanbieter für Inhalte im Internet verantwortlich zu machen. Die angestrebte Regelung stehe im Widerspruch zum Haftungsprivileg im Telemediengesetz und zur E-Commerce-Richtlinie der EU. Andere Institutionen wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordern sogar noch härtere Regelungen.

So will der VZBV etwa dafür sorgen, dass kommerzielle und private Nutzer alle Inhalte zwingend mit einer Alterskennzeichnung versehen müssen.  Das im JMStV vorgesehene Trennungsgebot für „entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte“ soll dann alle Jugendlichen ausschließen. Soziale Netzwerke könnten dann nur noch für Erwachsene zugänglich sein, die ihr Alter durch ein offizielles Dokument nachgewiesen haben. Auch Suchmaschinen müssten alle Seiten durch einen Jugendschutzfilter laufen lassen. 

Ein großes Fragezeichen steht über der Durchsetzung solcher Regeln: Müssen alle 4,5 Mio. deutschen Blogger ihre Beiträge nachträglich kennzeichnen? Wie sollen Privatpersonen überhaupt entscheiden, für welches Alter ihre Inhalte geeignet sind? Und werden Jugendliche durch solche Regeln tatsächlich besser geschützt… oder haben wir hier nur einen weiteren Fall von deutschem Regulierungswahn?

Quelle: Heise

Kommentare

Pierre Beaucamp   //   Januar 26, 2010

Das mit dem verschärften Jugendschutz ist absoluter Quatsch. Das sind bloß Versuche von (meistens alten) Politikern, uns (Ich bin auch noch Jugendlich) vor "bösen" Inhalten zu schützen. Als Orientierung ist die Kennzeichnung sehr gut, aber wenn jemand ein Spiel haben will, auch wenn es ab 18 ist, kommt man ohne Probleme an eines Heran. Und auch wenn Internetbeiträge gekennzeichnet werden, kaum ein Jugendlicher wird eine Seite verlassen, nur weil andere anscheinend denken, der Inhalt wäre bedenklich. Man klickt ja nicht durch zufall auf die Site.

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