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Tagesrückblick: Unreal Engine für iPhone, weniger Geld für Start-Ups, Entlassungen zum Jahresende

Redaktion   //   Dezember 23, 2009   //   0 Kommentare

Unreal Engine 3 für iPhone geplant

Epic Games will eine Version der Unreal Engine 3 auf den Markt bringen, die iPhone und weitere mobile Plattformen unterstützen soll. Aufgrund der hohen Hardware-Anforderungen wird die Game-Engine allerdings nur für das aktuelle iPhone 3GS nutzbar sein und OpenGL ES 2.0 benötigen. Alte iPhone- und iPod-Touch-Modelle bleiben außen vor.

Lizenzen werden für die Mobile-Version der Unreal Engine 3 vorerst noch nicht vergeben, dafür ist die Technologie noch nicht ausgereift genug. Allerdings ist später geplant, die iPhone-Version nur zahlenden Lizenznehmern zur Verfügung zu stellen – eine kostenfreie Version innerhalb des UDK-Programms ist nicht vorgesehen. Demnach werden Hobby- und Indie-Entwickler wohl auch in Zukunft weiterhin auf die günstige und flexible Unity-Lösung zurückgreifen. Es bleibt allerdings spannend, welche Performance die Middleware-Profis von Epic aus den Smartphones kitzeln werden.

Quellen: GamasutraDevelop 

Investitionen für Games-Start-Ups stark zurückgegangen

Schlechte Nachrichten für Gründer: Im Jahr 2009 erhielten Start-Ups aus der Spielebranche rund 36% weniger Fremdkapital. Laut Venture Beat konnten sich 2008 Spielefirmen eine Finanzierung in Höhe von $936,8 Mio. sichern, in diesem Jahr waren es nur noch $600,5 Mio. Besonders die Wirtschaftskrise hat die Investitionsbereitschaft stark sinken lassen. Hätte der Social-Games-Entwickler Zynga nicht alleine $180 Mio. Finanzierung erhalten, wäre das Investitions-Volumen sogar um 55% gefallen. 

Im Jahr 2009 lag die durchschnittliche Finanzierungssumme bei $6,2 Mio., im Vorjahr waren es noch $8,3 Mio. Die Liste der Top-Investments 2009 führt Zynga an, gefolgt von Playdom mit $43 Mio. und PopCap Games mit $22,5 Mio. Die großen Töpfe teilen sich damit dieses Jahr ausschließlich Social- und Casual-Games-Entwickler. 

Quellen: EdgeGamasutraDevelop

Heavy Iron und Futuremark Game Studios: Entlassungen zum Jahresende

Die Krise führt zu weiteren Stellenstreichungen: Sowohl die Futuremark Game Studios („Shattered Horizon“), als auch der Indie-Entwickler Heavy Iron Studios („Wall-E“) geben kurz vor Weihnachten Entlassungen bekannt. Bei Heavy Iron mit Sitz in Los Angeles müssen mindestens 60% der etwa 100-köpfigen Belegschaft gehen. Das Studio war bis März 2009 noch ein internes THQ-Studio.

Wieviele Mitarbeiter bei Futuremark entlassen werden, ist nicht bekannt. In einem Community-Forum zum Zero-Gravity-Shooter „Shattered Horizon“ wurde aber angekündigt, dass die Entwicklung des Spiels nicht gefährdet sei. 

Quellen: Edge 1, Edge 2

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