Daily

Mehr Zeit für Spiele in der Krise

Redaktion   //   Oktober 14, 2009   //   0 Kommentare

Die Wirtschaftskrise hat Auswirkungen auf den Spielkonsum, wie eine neue Studie von Nielsen Games zeigt: Die Konsumenten verbringen mehr Zeit mit Spielen und kaufen mehr gebrauchte Titel.

Vergleicht man die mit Spielen verbrachte Zeit letzten vier Jahre, liegen die Daten von 2009 vorne. Im Januar betrug die durchschnittliche Spielzeit 19 Stunden pro Woche, im Vorjahr verbrachten die Spieler nur 16,5 Stunden wöchentlich vor Konsole, PC oder Handheld.

Das Kaufverhalten wird ebenfalls durch die Wirtschaftskrise beeinflusst: In Zeiten leerer Geldbeutel werden mehr gebrauchte Spiele gekauft, der Absatz von neuen Titeln ging dafür zurück. 2009 machten Second-Hand-Spiele 36% aller gekauften Titel aus, 2008 lag der Anteil nur bei 30%.

Die befragten 2.400 Spieler begründeten den höheren Zeitaufwand mit der Vorliebe für ihr System (36%) und besseren Spielen (34%). Sympathiepunkte für das System konnte vor allem Nintendo-Hardware sammeln: Die Liebe zu Wii lässt 44% der Befragten mehr Zeit mit ihrer Konsole verbringen, bei NDS sind es 41%. Eine bessere Qualität der Spiele war vor allem für PS3-Besitzer (41%) ausschlaggebend.

Neben diesen Gründen macht Nielsen vor allem die steigende Zahl von Mainstream-Gamern für die Ergebnisse verantwortlich. Weitere Faktoren, die vor allem in Asien und Schwellenländer zum Tragen kommen, blieben in der Nielsen-Studie unbeachtet: Free-to-Play-Titel, Browsergames und MMOGs resultieren in mehr Spielzeit bei weniger Verkäufen.

Kommentare

Einen Kommentar hinterlassen

Um einen Kommentar hinterlassen zu können, müssen Sie sich zuerst anmelden oder registrieren.

» zur Anmeldung
» zur Registrierung