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Tagesrückblick: iPhone-Entwickler unzufrieden, US-Spielerinnen lieben Nintendo, RTL kürzt Spiele-Abteilung

Redaktion   //   November 26, 2009   //   0 Kommentare

iPhone-Entwickler: Unzufriedenheit nimmt zu

Apples App Store bleibt unter Entwicklern weiter im Fadenkreuz der Kritik: Zum intransparenten und restriktiven Abnahme-Prozess von eingereichten Anwendungen gesellen sich jüngst noch technische Probleme. Seit einigen Wochen überprüft Apple die Apps automatisch auch auf die Verwendung bestimmter APIs – was zu neuen Verzögerungen bei der Freigabe und weiteren Diskussionen unter den Entwicklern geführt hat.

Mittlerweile 100.000 Anwendungen sind im App Store verfügbar. Die Anzahl abgelehnten Apps, die die inhaltlichen oder rechtlichen Kriterien von Apple nicht erfüllten, ist allerdings unbekannt. Im Durchschnitt warten Entwickler 14 Tage auf eine Freigabe – und erfährt dann im Zweifelsfall, dass die komplette Entwicklung für die Tonne war. Die Gründe für eine Ablehnung sind vielfältig: Verletzte Jugendschutzbestimmungen, frei interpretierte Markenrechtsverletzung oder einfach "Unangemessenheit". 10% der abgelehnten Apps verdienen dieses Prädikat, wie Apples Marketingboss Phil Schiller verkündete. Immer mehr Entwickler, die den Gatekeeper-Status von Apple nicht akzeptieren wollen, wechseln aufgrund der undurchsichtigen Abnahme-Politik zu anderen Plattformen. 

Quelle: Heise

80% der Amerikanerinnen spielen Nintendo

US-Frauen lieben Nintendo: 80% der weiblichen Gamer in den Staaten besitzen laut Reggie Fils-Aime eine Nintendo-Konsole. Das gab der Nintendo-Präsident auf der BMO Capital Markets Conference bekannt. Desweiteren haben in Amerika etwa 11,7 Mio. Frauen bei der Nutzung der heimischen Konsolen die Hosen an. Im Vergleich dazu sind 33,3 Mio. männliche Spielern in ihrem Haushalt die primären Gamer. 

Etwa 9 Mio. der Damen benutzen eine Wii in ihrer Freizeit. Der Xbox 360 sind nur 11% der Frauen zugetan, die PS3 bevorzugen sogar nur 9%. Insgesamt legen weibliche Spieler in Sachen Konsolennutzung deutlich zu: Der Anteil wuchs von 23% in 2008 auf 28% in 2009. Die Wii verzeichnet sogar einen Anstieg der Spielerinnen um 19% im Vergleich zu 2008.

Quellen: EdgeMCV

RTL will weniger Spiele machen

Nach zuletzt durchwachsenem Erfolg will sich RTL vom Retail-Publishing-Geschäft zurückziehen und den Fokus in Zukunft stärker auf Online-Bereiche legen. Laut einem Schreiben des Geschäftsführers Marc Schröder sieht das Medienunternehmen („Alarm für Cobra 11“, „RTL Winter Sports“) am klassischen Markt nur noch geringe Erfolgschancen. Die neue Ausrichtung soll auch interne Arbeitsplätze kosten: Bis zu sieben Stellen will man bei RTL Interaktive streichen.

Die für 2010 bereits in der Produktion befindlichen Spiele sollen noch abgeschlossen und veröffentlicht werden. Auch Lizenzprodukte werden im Einzelfall weitergeführt, nur neue Titel soll es vor erst keine mehr geben. Gerade für die vielen deutschen Studios, die in den letzten Jahren für RTL entwickelt haben, eine bittere Neuigkeit: Neben Synetic und 49 Games zählen auch Independent Arts, Coreplay, Bright Future und B-Alive zu RTLs Entwickler-Klientel.  

Quelle: GamesMarkt

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