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Tagesrückblick: EA streicht Stellen, Armin Gessert verstorben, MS-SDK für Facebook, Unity im Aufschwung

Redaktion   //   November 10, 2009   //   0 Kommentare

EA weiter im Minus: Abbau von 1.500 Stellen

Trotz zahlreicher Präventivmaßnahmen, die EA bereits zum Jahresbeginn eingeleitet hat, schreibt der Publisher weiter rote Zahlen. Die nötige Reaktion: Weiterer Stellenabbau. Bis Ende März 2010 sollen 1.500 Mitarbeiter entlassen werden, das entspricht 17% der weltweiten Belegschaft von aktuell noch 8.820 Angestellten. Welche Studios von den Streichungen betroffen sind, wurde noch nicht offiziell bekannt gegeben, Gerüchten zufolge sollen EA Mythic („Warhammer Online“), Visceral Games („Dead Space“), EA Tiburon („Madden“) und das Hauptquartier in Redwood Shores Mitarbeiter entlassen müssen.

EA-Chef John Riccitello gab bei der Verkündung der aktuellen Quartalszahlen die weitere Strategie für die geplante Trendwende bekannt: In Zukunft sollen weniger Spiele veröffentlicht werden, diese werden dafür mit besserem Marketing unterstützt. Laut Riccitello wurden bereits 12 Titel gestrichen, welche nannte er aber nicht. Unterm Strich halbiert sich damit die Anzahl der Neuentwicklungen bei EA in den letzten zwei Jahren. 

Erst im Februar wurden mehr als 1.100 Mitarbeiter entlassen, trotzdem blieben die Quartalszahlen für die Monate Juli bis September im Minus: Der Verlust liegt bei $391 Mio., im Vorjahreszeitraum waren es noch $310 Mio. Schuld sind laut EA vorgezogene Zahlungen in Höhe von $395 Mio., die allerdings später in den Bilanzen einen positiven Effekt haben sollen. Auch die Umsatzzahlen geben Anlass zur Sorge: im letzten Jahr konnte EA noch einen Umsatz von $894 Mio. verbuchen, jetzt sind es nur noch $788 Mio. Durch die angekündigten Stellenkürzungen kann EA etwa $100 Mio. pro Jahr sparen. Diese Summe wirkt allerdings angesichts der gestern verkündeten Übernahme von Playfish, die den amerikanischen Spieleriesen wieder $275 Mio. kostet, eher wie ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Quellen: GameStarHeiseGamesMarktEdgeGamasutra

Spellbound-Chef Armin Gessert verstorben

Ein Schock für die deutschen Entwicklerlandschaft: Armin Gessert, CEO von Spellbound, verstarb am vergangenen Sonntag überraschend im Alter von 46 Jahren an einem Herzinfarkt. Er hinterlässt eine Frau, drei Kinder und ein Enkelkind. 

Seit 1984 arbeitete das Urgestein in der deutschen Spielebranche, mit dem Jump&Run-Klassiker „The Great Giana Sisters“ erlangte Gessert bereits früh internationale Bekanntheit. Vor der Gründung seiner eigenen Firma arbeitete er bei Rainbow Arts und Blue Byte. 

Gesserts Nachfolge als Spellbound-Geschäftsführer übernimmt der bisherige Studio Manager Andreas Speer. Das 1994 von Gessert gegründete Studio mit Sitz in Kehl am Rhein steckt aktuell mitten in den Arbeiten zu dem Rollenspiel und „Gothic“-Nachfolger „Arcania: A Gothic Tale“, das für Publisher JoWooD entwickelt wird. 

Quellen: GameStarGamesMarkt

Microsoft stellt SDK für Facebook vor

Microsoft hat ein Software Development Kit für Facebook veröffentlicht: Damit lassen sich Anwendungen auf Basis der Silverlight-Technik und des Grafik-Frameworks Windows Presentation Foundation (WPF) über die Open Stream API von Facebook einbinden. Dank der API können Desktop-, Web- und Mobile-Anwendungen auf Status-Updates, Kommentare, Fotos und Videos zugreifen, wenn sich der Nutzer mit seinem Account einloggt.

An dem SDK arbeiten die Microsoft-Entwickler seit Öffnung der Facebook-API Ende April. Es besteht aus Beispielen, GUI-Komponenten, Templates und Dokumentationsmaterialien, mit denen Entwickler nun auch die Microsoft-Techniken ASP.NET, Silverlight, WPF und Windows Forms in die Social-Networking-Plattform einbinden können. 

Quelle: Heise

33.500 Unity-Nutzer dank kostenloser Lizenz

Seit Ende Oktober können Indie-Entwickler die Unity Game-Engine kostenlos nutzen. Bereits jetzt gibt es erste Ergebnisse: Die Nutzerzahl der Engine hat sich mehr als verdoppelt. Etwa 33.500 Entwickler haben die Multiplattform-Engine jetzt im Einsatz – ein Zuwachs von 158%.

Die frohe Botschaft von der kostenlosen Engine ereilte die Entwickler-Gemeinde auf der Unite Konferenz, die ebenfalls einen deutlichen Besucheranstieg verbuchen konnte. Dort kündigte man auch die geplante Xbox-360-Version der Engine an. Bislang werden PC, Mac, iPhone und Wii unterstützt.  

Quelle: Gamasutra

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