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Tagesrückblick: iPhone-Raubkopien, neue DSi-Version, EIGA-Nominierungen, Samsung-Wettbewerb, EMotion FX

Redaktion   //   Oktober 27, 2009   //   0 Kommentare

Raubkopie-Inflation auf iPhone

Mit seinem Vortrag auf der GDC China, der die hohe Raubkopie-Quote auf iPhone anprangerte, hat ngmoco-Vizepräsident Alan Yu eine Lawine losgetreten. Immer mehr Entwickler melden sich zu Wort, mit erschreckenden Zahlen: Laut dem Indie-Studio Smells Like Donkey wurde ihr Titel „Tap-Fu“ in der ersten Woche zu 80% als Raubkopie genutzt. Nach Release von „Tap-Fu“ dauerte es nicht einmal 40 Minuten, bis der Titel gecrackt zur Verfügung stand. 

Die Titel von ngmoco („Rolando“) beklagen eine Kopierquote von 50 bis 90% in der ersten Woche nach Veröffentlichung. Auch deutsche Entwickler geben Piratenwarnungen aus: Das Hamburger Studio Fishlabs („Rally Master Pro 3D“) berichtet von 95% illegalen Spielversionen am ersten Tag nach der Veröffentlichung, der Münchner Entwickler Chimera Entertainment kann diese Werte mit seinem Puzzlespiel „Farm Fever“ sogar noch toppen. Die Raubkopie-Quote berechnet sich dabei aus den tatsächlichen Verkäufen und der Nutzung der Spiele, die über spezielle Tools und Ranking-Systeme verfolgt  und ausgelesen wird.

Entwickler wie Fishlabs nutzen deshalb vermehrt die Möglichkeit, Mikrotransaktionen aus dem Spiel heraus durchzuführen, um das Piraten-Problem zu umschiffen: Die App wird kostenlos zur Verfügung gestellt, der Spieler schaltet zusätzliche Inhalte frei, indem er dafür bezahlt. Erst kürzlich gab Apple bekannt, dass Mikrotransaktionen nun auch für kostenlose Apps möglich sind.

Apple selbst schweigt sich zum Piratenproblem auf dem iPhone aus. Sollte die Micropayments-Strategie allerdings nicht als Schutz vor Raubkopien greifen, werden etablierte Entwickler bald einen großen Bogen um Apples Plattform machen – das finanzielle Risiko wäre dann gerade für AAA-Produktionen nicht tragbar.

Quellen: Smells Like DonkeyMobileEntertainment, Gamasutra

Plant Nintendo eine DSi-Revision?

Laut der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei will Nintendo noch in diesem Jahr ein DSi-Modell mit 4-Zoll-Bildschirm veröffentlichen. Das Gerät soll sich an erwachsene Nutzer richten, denen die herkömmlichen Abmessungen von Display und Knöpfen des Handhelds zu klein sind. Momentan messen die DSi-Bildschirme 3,25 Zoll. Preislich soll sich nichts ändern.

Quellen: Nikkei, GamesMarkt

EIGA-Nominierungen stehen fest

Die Nominierten für den European Innovative Games Award (EIGA) stehen fest: Elf von insgesamt 70 Einreichungen für die Kategorien „Innovative Technology“, „Innovative Game Design“ und „Innovative Application Methods“ wurden nominiert. Weitere acht Einreichungen konkurrieren um die drei mit jeweils 5.000 € dotierten Förderpreise. Die Preisverleihung findet am 6. November in Frankfurt am Main statt. 

Die komplette Liste der Nominierungen gibt es hier.

Quellen: EIGA, Gamesdienst

$250.000 von Samsung für Spielideen

Samsung schreibt $250.000 für Entwickler aus, deren Spielidee es in den Samsung Application Store schafft. Die Pitches von Einzelpersonen und Teams werden vom Mobile Game Entwickler Handmark bewertet, der bei erfolgreichem Bestehen auch bei der Umsetzung und Produktion behilflich ist. Die Spielkonzepte sollen Technik und Features der aktuellen Samsung-Geräte nutzen. 

Anmeldungen und SDK-Anfragen können von Entwicklern hier eingereicht werden.

Quelle: Develop

Neue Version von EMotion FX

Die holländische Animations-Gruppe MysticGD veröffentlicht eine neue Version ihres Real-Time-Character-SDKs EMotion FX: Neu sind unter anderem ein vollständig befehlsgesteuerter Editor, verbessertes Rendering und ein neuer Kompressions-Algorithmus, der bis zu 25mal weniger Speicher benötigt. 

EMotion FX eignet sich für die Entwicklung für zahlreiche Plattformen wie PS3, Wii, Xbox 360, Mac, PC und iPhone. Die Middleware beinhaltet Support für die Animation von Skeletten und Gesichtern, Lippensynchronisation, Support für PhysX Ragdolls und Exportfunktionen für Max und Maya. 

Quellen: Mystic Game DevelopmentDevelop

 

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