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Tagesrückblick: Bigpoints Schnitzeljagd, „Fable 3“ kassiert doppelt, Ausbildungsdiskussion, neuer Indie-Verband

Redaktion   //   Oktober 23, 2009   //   0 Kommentare

Bigpoints „Dark Orbit“ erobert die reale Welt

Browsergames-Riese Bigpoint verknüpft Realität mit dem virtuellen „Dark Orbit“-Universum: In einer Erweiterung des Titels für das iPhone müssen die Spieler auf dem Planeten Erde gestrandete Güter einsammeln. Nach dem Geocoaching-Prinzip wird man dazu per GPS an bestimmte Orte gelotst.

Sobald der Spieler an der richtigen Stelle steht, werden die gesuchten Gegenstände auf dem iPhone-Display angezeigt und dann auf das eigene Raumschiff im Browsergame „Dark Orbit“ übertragen. Die Schnitzeljagd zum Browsergame nennt sich „DarkOrbit Ground Forces“ und ist in Apples App Store erhältlich. Die Funktionalitäten stellt die Spielplattform „GPS Mission“ des deutschen Mobile-Game-Entwicklers Orbster. Sollte das Testprojekt Erfolg haben, will Bigpoint ähnliche Erweiterungen auch weitere Spiele anbieten.

Quellen: Golem, deutsche startups

„Fable 3“ mit Micropayments und Natal-Unterstützung

Wer in „Fable 3“ spezielle Gegenstände haben möchte, etwa ein besseres Schwert, soll laut Lionhead-Chef Peter Molyneux die Möglichkeit haben, diese für echtes Geld zu kaufen. Desweiteren soll der Ingame-Shop von „Fable 3“ neben virtuellen Gegenständen auch den kostenpflichtigen Zugang zu neuen Gebieten oder Spielhilfen per Micropayments anbieten. 

Ein gefährlicher Pfad, auf dem sich „Fable 3“ bewegt: Die kostenpflichte Freischaltung von Spiele-Features in einem Vollpreis-Titel könnten Spieler verstimmen. Schließlich wird das Gefühl vermittelt, man bekommt nicht das komplette Paket Spielspaß, falls man nicht nachinvestiert. Gleichzeitig bleiben Herausforderung und Erfolgsgefühl auf der Strecke, wenn Ziele einfach gekauft, statt erspielt werden.

Neben dem zweifelhaften Vorhaben kündigte Lionhead zudem an, die Bewegungssteuerung Project Natal zu unterstützen, Details zur Integration sind jedoch noch nicht bekannt. „Fable 3“ soll 2010 exklusiv für Xbox 360 erscheinen.

Quelle: Gamasutra

Ausbildung in der Spielebranche: Podiumsdiskussion 

Vertreter von Bigpoint und Turtle Entertainment diskutieren am 19. November mit dem Cologne Game Lab in der Podiumsdiskussion „Games & Wissen – Forschung und Lehre in Deutschland“ über die Fort- und Weiterbildung im Bereich Games und über die benötigten Qualifikationen in der Spielebranche. 

Eine Einführung in die deutsche Forschungslandschaft Games liefert zunächst Prof. Winfried Kaminski vom Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der FH Köln. Anschließend berichtet EA-PR-Chef Martin Lorber darüber, welchen Einfluss die Spieleforschung auf Politik und Gesellschaft hat. Nach einer Vorstellung des Cologne Game Lab wird schließlich diskutiert, was sich die Branche von Lehre und Forschung in Zukunft erwartet und wie diese Ziele erreicht werden können.

Die Veranstaltung wird vom Arbeitskreis Games des eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. organisiert und steht allen interessierten Branchenvertretern offen. Anmeldungen sind hier möglich.

In Großbritannien setzt sich der Branchenverband Tiga seit lange für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft ein. Spielefirmen sind dort schon deutlich stärker an der Konzeption von Lehrplänen, der Ausbildung der Studenten und Projekten zum Technologie-Transfer beteiligt: Eine Umfrage von Tiga ergab, dass aktuell bereits 39% der Entwickler mit Universitäten und Ausbildungseinrichtungen zusammen. 

Quellen: eco, Develop

Verband für Indie-Entwickler gegründet

Der neu gegründete Verband Indievision will in Großbritannien unabhängigen Entwicklern kostenlos Beratung und Unterstützung anbieten. So können sich Indie-Entwickler etwa über Outsourcing, Steuern, Alterskennzeichnung oder QA informieren. 

Der Verband will Indie-Studios vor klassischen Stolperfallen und unmoralischen Business-Angeboten schützen.  Zu den ersten Mitgliedern gehören Entwickler wie Relentless, Icon, Proper Games, Four Door Lemon, Digimask und Mobigame. Die Mitgliedschaft soll im Gegensatz zu IGDA und Co. kostenlos sein. Mehr Informationen zum neuen Indie-Verband gibt es hier

Quelle: Develop

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