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Killerspiele und Killerspielzeug: Venezuela will alles verbieten

Redaktion   //   Oktober 14, 2009   //   0 Kommentare

Während in Deutschland noch diskutiert wird, ist man in Venezuela schon einen Schritt weiter: Bereits im September wurde ein Gesetz auf den Weg gebracht, das ein generelles Verbot aller Spiele fordert, in denen Waffen oder Tötungen vorkommen. Die Zensur soll sich aber nicht nur auf virtuelle Inhalte beschränken – auch entsprechendes Spielzeug, etwa Plastikpistolen, sollen verboten werden.

Auslöser für die Diskussion ist die anhaltende hohe Mordquote im Land – über 16.000 Opfer sollen es pro Jahr sein. Natürlich sind nicht Armut oder Korruption Grund für die hohe Kriminalität in Venezuela, sondern die beliebten Internetcafés. Das hat die Regierung ganz gut erkannt, nicht so die Opposition: Sie wirft wiederum der Regierung „symbolische Politik“ vor, statt Gewalttäter werden nun Spiele bekämpft.

Glaubt man den Kritikern, wird sich das Problem allerdings rasch von selbst erledigen: Zum einen umgeht Piraterie bekanntlich alle rechtlichen Schranken, zum anderen sind die für Konsumentenschutz verantwortlichen Inspektoren mit der Regulierung der Nahrungsmittelpreise und Bekämpfung der zweistelligen Inflation ausgelastet.

Quellen: Edge, Spiegel

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