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17. Dezember 2012: Einreichungen für den Deutschen Computerspielpreis ab Januar; Electronic Arts verschwindet vom NASDAQ-100-Index; Koch Media erwirbt Minderheitsbeteiligung an Infernum

Sebastian Klix   //   Dezember 17, 2012   //   0 Kommentare

Weihnachten. Das Fest der Liebe. Und Entlassungen. Tatsächlich denken wieder einige Unternehmen, dass Mitte-Ende Dezember genau der richtige Zeitpunkt ist, um einige Mitarbeiter vor die Tür zu setzen -- als würde es nicht auch noch der Januar tun.

Den Anfang macht Square Enix, die einen nicht genau bezifferten Anteil der Belegschaft am Standort Los Angeles entlassen. Um welche Bereiche es sich genau handelt, wurde ebenfalls nicht gesagt, nur, dass die Maßnahme zur »weiteren Garantie der effizienten Arbeit« keinerlei Einfluss auf den Betrieb der hauseigenen Online-Spiele hat. Na dann …

Noch mal die USA (Austin, Texas), noch mal keine genaue Angabe, wie viele Mitarbeiter ihren Hut nehmen müssen: Bei Richard Garriotts Studio Portalarium gehörte in jedem Fall auch Programmierer Paul Evans dazu, der sich auch öffentlich über die Kurzfristigkeit beschwerte [Anm.: mensch Paul, dann ist es doch aber keine Weihnachts-Überraschung]. Garriott hingegen scheint im Amt zu bleiben. Ob wenigstens sein Gehalt schrumpft?

Zu guter Letzt trennt sich auch Frontier Developments (Cambridge, UK) von insgesamt 14 Brötchenverdienern, allerdings fasst das Unternehmen derzeit auch immerhin gut 230. Trotzdem interessant, dass das ausgerechnet während der noch laufenden Kickstarter-Kampagne zu Elite: Dangerous passieren muss.

 

Einreichungen für den Deutschen Computerspielpreis ab Januar

Am 24. April wird auch 2013 wieder in Berlin der Deutsche Computerspielpreis verliehen. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht dabei die »Auszeichnung innovativer, kulturell und pädagogisch wertvoller Computer- und Videospiele«.

Eingereicht werden können die Spiele ab dem 2. Januar bis einschließlich zum 31. Januar 2013 in insgesamt sieben Kategorien:

Bestes Deutsches Spiel

Bestes Kinderspiel

Bestes Jugendspiel

Bestes mobiles Spiel

Bestes Serious Game

Bestes Browsergame

Bestes Nachwuchs-Konzept

Crytek müssen sich mit Crysis 3 wohl noch ein Jahr gedulden. Wir sind aber gespannt, ob sich Yager mit Spec Ops: The Line blicken lässt …

Quelle: Computerspielpreis.de

 

Electronic Arts verschwindet vom NASDAQ-100-Index

Schlappe 40 Prozent musste der Aktienkurs seit Mitte 2012 einbüßen. Damit befindet sich Electronic Arts nun nach der Revision auf dem NASDAQ-Index nicht mehr unter den 100 Firmen mit der höchsten Marktkapitalisierung. Die Aktie startete einst mit 21 Dollar, derzeit pendelt sie bei etwa 15 Dollar. Branchenkenner machen dafür vor allem den mäßigen Start des Online-Rollenspiels Star Wars: The Old Republic vor ziemlich genau einem Jahr verantwortlich.

Ebenfalls von der Liste sind unter anderem auch RIM und Netflix. Als einziger, verbleibender Spiele-Publisher auf dem NASDAQ-100-Index bleibt, wenig überraschend, Activision Blizzard. Und das sogar auf Platz 1.

Auf dem Index ist das Ganze noch nicht verzeichnet. Die Änderung greift erst am 24. Dezember. Fröhliche Weihnachten.

Quelle: Gamespot

 

Koch Media erwirbt Minderheitsbeteiligung an Infernum

Mit seinem Deep Silver-Label hat Koch Media unter Klemens Kundratitz eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an der Berliner Infernum Productions AG, vor allem durch Brick-Force bekannt, erworben.

Koch Media / Deep Silver sind bisher vor allem auf dem Retail-Markt stark vertreten, wollen mit dem Kauf nun aber auch in den Online-Free2Play-Markt investieren, da man dort große Wachstumschancen sieht. Infernum-CEO Andreas Weidenhaupt freut's, schließlich verspricht das Ganze auch mehr Sicherheit bei den hauseigenen Projekten, etwa der Eigenentwicklung Project: Theralon.

Vertriebs-Know-How und bekannte Marken treffen auf ein Team mit Erfahrung auf dem Free2Play-Markt. Nun, da gibt es wohl schlechtere Bündnisse.

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