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4. Dezember 2012: Battlefront 3 war zu 99 % fertig... vielleicht auch nur zu 75 %. Höchstens.; Wooga setzt zukünftig verstärkt auf Mobile-Bereich

Sebastian Klix   //   Dezember 4, 2012   //   0 Kommentare

Und da ist sie auch schon wieder vorbei. Vorzeitig. Denn Guido Henkel hat die Kickstarter-Kampagne für sein Rollenspiel Thorvalla vor Ablauf der Frist am 19. Dezember abgeblasen. Nach genau 2 Wochen kamen »nur« gut 50.000 Dollar der angesetzten 1 Million zusammen. Einer der wahrscheinlichen Gründe, der offenbar immer noch gerne ignoriert wird: Die Leute wollen wissen, WOFÜR sie die Projekt-Ersteller mit Millionen grüner Scheine bewerfen sollen. Andere Projekten mit ähnlichen Hintergründen (»An Old-School RPG«) sollten mittlerweile ausgiebig verdeutlicht haben, dass ein paar rudimentäre Infos und Zeichnungen wie bei Thorvalla nicht ausreichen.

Und wenn sie es doch sollen, sollte man über eine entsprechende Reputation aus den letzten Jahren verfügen, siehe Obsidian Entertainment. Dass man mit einer ordentlichen »Informations-Politik« zum Kickstarter-König werden kann, hat Star Citizen bewiesen. Roberts hat sich nicht auf seine früheren Erfolge verlassen, sondern ist vor dem Beginn des Crowdfundings um die Welt gereist um sein »Baby« vorzustellen. Inklusive spielbaren Ingame-Szenen.

 

Battlefront 3 war zu 99 % fertig... vielleicht auch nur zu 75 %. Höchstens

Free Radical-Mitgründer Steve Ellis sprach vor Kurzem ein wenig über das eingestampfte Star Wars: Battlefront 3 und meinte, dass das Spiel beim Abbruch des Projektes »zu 99 Prozent« fertig gewesen sei. Man hätte nur noch Bugfixing betreiben müssen.

»Alles Bullshit!« meint nun ein namentlich nicht genannter Ex-LucasArts. 75 Prozent! Höchstens! Und das Spiel sei auch noch absolut mittelmäßig gewesen. Die Einstellung des Projektes wurde angeblich veranlasst, weil Free Radical nicht in der Lage war, Milestones einzuhalten, die Prototypen des Shooters hätten über längeren Zeitraum nicht funktioniert und auch das mäßige Haze hätte bei LucasArts die Alarmglocken klingeln lassen. Auch die Info-Politik von Free Radical sei unter aller Kanone gewesen. »Fast alles Bullshit!« (wenn auch dieses Mal nicht O-Ton), konterte Steve Ellis zurück. Die Info-Politik sei stets vorbildlich gewesen.

Die 99 Prozent-Behauptung sei allerdings etwas übertrieben gewesen. Eher 97 bis 98. So ein Schwindler!

Quelle: GameSpot

 

Wooga setzt zukünftig verstärkt auf Mobile-Bereich

Die Berliner von Wooga sind eigentlich als Betreiber von Social Games, vor allem auf Facebook, groß geworden. Doch CEO Jens Begemann erklärte nun, dass mittlerweile endgültig mehr der gut 250 Mitarbeiter an Titeln für mobile Plattformen arbeiten, als an Social Games. Vor etwa einem Jahr waren es gerade einmal 10.

Facebook und Co. wären zwar nach wie vor wichtige Plattformen, die man auch weiterhin bedienen wolle, doch für Begemann liegt es klar auf der Hand, dass Smartphones, Tablets und Kollegen spätestens 2013 endgültig der stationären Plattform PC den Rang ablaufen werden.

Wooga bereite sich auf eine Zukunft vor, in der die Leute aufhören, PCs zu kaufen und vorrangig nur noch auf Tablets spielen. Nun, keine Frage: Mobile- und Social-Games sind wichtige Märkte, die bedient werden wollen und sollten. Doch bevor es nicht möglich ist, in einem Smartphone eine GTX 660 und einen Octa zu verbauen um so Battlefield 3 und Crysis 3 auf einem 27 Zoller zu spielen, bezweifeln wir trotzdem, dass die Leute auf einmal aufhören, Desktops zu kaufen. Denn auch das ist immer noch und bleibt wohl auch »erst einmal« ein Markt. So schnell abschreiben sollte man die »alten Dinger« also vielleicht nicht.

Quelle: Gamasutra

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