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3. Dezember 2012: Videospiele-Ausstellung im Museum of Modern Arts ab 2013; THQ-Aktie steigt dank Humble Bundle um 40 Prozent

Sebastian Klix   //   Dezember 3, 2012   //   0 Kommentare

Eigentlich schon fast eine Zahl des Tages: 28 Dollar. Die haben Entwickler DreamQuest Games zum Schluss gefehlt für die erfolgreiche Finanzierung ihrer WiSim Alpha Colony auf Kickstarter.com. So konnten, übrigens beim zweiten Anlauf, schließlich nur 49.972 von 50.000 Dollar zusammenkommen. Die Kampagne scheiterte, DreamQuest wird keinen Cent sehen.

Mal ehrlich: Es mag ja nicht besonders »ehrenhaft« sein und bestimmt auch irgendwie gegen eine irgendwo versteckte Kickstarter-Richtlinie verstoßen. Aber die 28 Dollar hätten ruhig die Entwickler selbst noch auf den letzten Drücker nachschieben können. Einen Tausender haben doch bestimmt alle für solch eine Situation in der Hinterhand.

Beim ersten Versuch auf Kickstarter wollten die Entwickler übrigens stolze 500.000 Dollar haben, bekamen aber nur gut 100.000 zugesagt. Das dürfte wohl auch mit ein Grund sein, wieso es mit den 50.000 nichts wurde. Denn wenn ein Entwickler sein Budget mal eben um 90 Prozent kürzen kann, dürfte das vielen potentiellen Spendern spanisch vorkommen.

 

Videospiele-Ausstellung im MoMA ab 2013

Kulturgut, ja. Aber ob Computerspiele auch Kunst sind, darüber wird sich hierzulande immer noch gestritten. Und wohl auch außerhalb, denn selbst vielen Game Designern fällt es schwer, auf die Frage eine schnelle Antwort zu fällen … aber das ist ein anderes Thema.

Ganz klar unter Kunst fallen Games für das New Yorker Museum of Modern Arts. Deshalb wird das Museum ab März 2013 auch eine eigene entsprechende Ausstellung eröffnen. Den Anfang machen dabei Pac-Man, Tetris, Another World, Myst, SimCity 2000, vib-ribbon, The Sims, Katamari Damacy, EVE Online, Dwarf Fortress, Portal, flOw, Passage sowie Canabalt.

Später sollen noch Titel wie Pacewar!, Magnavox-Odyssey-Teile, Pong, Snake, Space Invaders, Asteroids, Zork, Tempest, Donkey Kong, Yars' Revenge, M.U.L.E., Core War, Marble Madness, Super Mario Bros., The Legend of Zelda, NetHack, Street Fighter 2, Chrono Trigger, Super Mario 64, Grim Fandango, Animal Crossing und natürlich auch Minecraft.

Ausgestellt werden sollen die Spiele, je nach Titel, etwa durch Vollversionen, Demos oder auch richtige »Touren«, etwa bei Komplexeren Werken wie EVE Online.

Quelle: Eurogamer

 

THQ-Aktie steigt dank Humble Bundle um 40 Prozent

THQ bietet derzeit ein »Bezahl was du willst«-Humble Bundle mit seinen Toptiteln wie Darksiders, Metro 2033, Company of Heroes und Co. an. Das brachte bisher über 3,2 Millionen Dollar ein. Beim Kauf kann man sich aussuchen, ob das Geld an THQ selbst geht oder für einen gemeinnützigen Zweck gespendet wird (Red Cross, Child's Play).

Den bisher höchsten Betrag hat ein bisher Unbekannter bezahlt: 1650,01 Dollar. Und damit einen Cent mehr als THQ-CEO Brian Farrell. Auch President Jason Rubin macht 1050 Dollar locker. Beide haben das Geld für den gemeinnützigen Zweck gespendet und nicht ihrer eigenen Firma. Wirklich jetzt!

Natürlich veranstaltet THQ die ganze Aktion aber nicht nur, weil sie der Wohlfahrt Konkurrenz mache wollen und es ihnen finanziell hervorragend geht. Denn die Aktion wirkte sich auch auf den, seit einiger Zeit im Keller dahinsiechenden, Aktienwert aus. Der stieg mittlerweile um etwa 40 Prozent von 1,07 auf gut 1,60 Dollar pro Anteil.

Also bisher eine Win-Win-Situation für Jedermann.

Quelle: GamesIndustry

 

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