Reine Singleplayer-Titel sind tot. Heißt es zumindest immer gerne wieder, vor allem aus der Chefetage diverser großer Publisher. Jeder Titel muss unbedingt auch eine Mehrspielerkompoente beinhalten. Und wenn er nur drangeklatsch wird. Hauptsache man kann damit auf der Packung werben. Und wenn selbst das nicht drin ist, dann müssen es mindestens großartige Social-Features sein. Irgendwas jedenfalls. Hauptsache nicht nur eine reine Einzelspieler-Erfahrung. Heißt es.
»Die Verkaufszahlen übertreffen absolut unsere Erwartungen!«, heißt es hingegen bei Bethesda (ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen). Um was geht’s? Um Dishonored. Aber wie kann das sein? Das Spiel hat doch gar keine soziale Komponente …!?
»Wir sprechen hier eindeutig von einem neuen Franchise!« meint Pete Hines weiter. Dishonored soll also höchstwahrscheinlich einen Nachfolger spendiert bekommen. Auch andere Unternehmen legen wieder mehr Wert auf ausgereiftere Singleplayer-Games, statt ihre Energie auf irgendwelche Standard-Mehrspielermodi zu verschwenden, die nach zwei Tagen eh niemand mehr nutzt. THQ etwa mit Metro: Last Light oder Take Two mit Bioshock: Infinite. Naja … uns soll's recht sein, wenn sie sich selbst ruinieren wollen. Wir gehen jetzt jedenfalls weiter Skyrim im Deathmatch spielen.
Square Enix sieht sich auf dünnem Eis
Square Enix' Naoki Yoshida, seines Zeichens Game Director und Producer, ist sich relativ sicher, dass wenn das Unternehmen solche Fehler wie bei Final Fantasy XIV widerholt, der Untergang der Firma eingeläutet wird.
Bereits lange vor der Veröffentlichung habe er das Gefühl gehabt, dass die ganze Sache mächtig in die Hose gehen und somit auch der Erfolg ausbleiben würde.
Interessant: Yoshida sieht das Hauptproblem darin, dass man den Titel »zu anders« gestalten wollte. Hätte man sich etwa an World of Warcraft orientiert, hätte etwas großartiges dabei herauskommen können.
Nun … wieviele »Wie WoW, nur besser!«-MMOs haben wir in den letzten Jahren kommen und auch schnell wieder gehen sehen?
Quelle: Kotaku
Statement des Tages: Dean Hall will bewusst »schlechte Ideen« in DayZ einbauen
Normalerweise fliegen viele Dinge, die den Aufwand nicht lohnen oder sich nur schlecht umsetzen lassen (oder bei denen der Programmierer mit Gewaltanwendung droht) bereits in der Konzeptphase wieder raus..
Dean »Rocket« will ganz bewusst eher schlechte Einfälle in die Standalone-Version von DayZ einbauen.»Ich hoffe, dass ich viele schlechte Ideen einbaue kann. Denn nur so wissen wir wirklich, dass sie auch tatsächlich schlecht sind. Danach können wir sie wieder raushauen und weitermachen. Wenn wir nur an sicheren Ideen festhalten, dann wird das im Laufe der nächsten Monate kein tolles Spiel. Es wird einfach nur eine interessante Idee bleiben und ich werde die nächste Dekade damit verbringen, auf Conventions zu erzählen, wie cool es gewesen wäre.«
»Ich gehe lieber auch mal in alle möglichen Sackgassen hinein, um danach zu wissen, was wirklich funktioniert und was eben nicht. Ich bin 31. Ich werde wahrscheinlich noch 20 Jahre lang Spiele entwickeln. Lasst uns also alle Fehler machen!«
Quelle: Reddit.com
Um einen Kommentar hinterlassen zu können, müssen Sie sich zuerst anmelden oder registrieren.
Kommentare
Toll!
Hat jetzt nicht sooo viel mit Computerspiel-Entwicklung zu tun :P
"Die Entwickler"? Das ist ein Film. Und der ist anscheinend von 1995, also hat da auch niemand offiziell geklaut.
Ich finde 30 Millionen deutlich beeindruckender. http://esfiworld.com/sc2/news/mlg-anaheim-breaks-viewership-records
Der Rest der 90 Mitarbeiter wird dann wohl entlassen? Hm... schade. Ich hoffe die finden bald wieder nen Job. Was wird aus dem Standort in Halle an der Saale? Weiß da wer was?
Echt schade das mit Radon Labs zu lesen. Dabei hatte ich mich erst bei der letzten Talentbörse bei ihnen beworben... Hoffentlich folgen nicht noch mehr Entwickler.