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27. November 2012: Politiker-Delegation zu Besuch bei Entwickler HandyGames; Mini-Wii bestätigt, Wii U geht weg wie warme Semmeln

Sebastian Klix   //   November 27, 2012   //   0 Kommentare

Staatsminister Thomas Kreuzer, Regierungsdirektorin Anette Lenz sowie eine Delegation aus Politik und Wirtschaftsverbänden besuchten am 22.11.2012 den bayerischen Spieleentwickler HandyGames in Giebelstadt, Unterfranken. Dabei schauten sich die Gäste nicht nur die gerade neu gestalteten Räume der Firma in einer ehemaligen Bundeswehr-Kaserne an, sondern informierten sich auch über die immer wichtigere Mobile-Games-Branche.

Dabei sieht sich HandyGames trotz 150 Millionen installierten Spielen und internationalen Erfolgen nicht als reiner Mobile-Entwickler. Schließlich gehörte die Firma zu den ersten und größten Unterstützern der Android-Konsole Ouya, experimentiert in Asien mit Spielen auf Set-Top-Boxen und will über kurz oder lang auch auf dem PC vertreten sein. Trotz dieser ehrgeizigen Zukunftspläne möchte man nur kontrolliert wachsen, zu den bislang sechs Produktions-Teams sollen lediglich zwei hinzukommen. Fachkräftemangel sei dabei kein Problem, sagt Udo Bausewein, der kaufmännische Leiter von HandyGames. Zum einen rekrutiert die Firma mit ihren momentan 56 Mitarbeitern aktiv im Ausland und stellt auch gerne Quereinsteiger ein, zum anderen bildet man in vier IHK-geprüften Berufen auch selber aus. Logisch, dass HandyGames damit für den Landkreis Würzburg ein Vorzeigeunternehmen ist.
Wie denn nun konkret bei HandyGames gearbeitet wird, zeigte Geschäftsführer Markus Kassulke bei einem Rundgang. Die Firma setzt voll auf Scrum und testet sogar speziell auf die agile Entwicklungsmethode ausgerichtete Büroeinrichtung. So sollen trotz hoher Veröffentlichungs-Schlagzahl vernünftige Arbeitszeiten ohne Überstunden gewährleistet werden. Denn die sind – neben dem Standort »auf dem Land« - ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei der Rektrutierung vor allem erfahrenerer Mitarbeiter.


Zum Schluss des Ministerbesuchs wurde Geschäftsführer Christopher Kassulke noch gefragt, welche Unterstützung und Förderung er sich von der Politik wünschen würde. Sein Antwort: Mehr Wertschätzung der Branche und der erfolgreichen Akteure. Abseits finanzieller Unterstützung geht es dabei auch um Anerkennung, etwa durch eine Art »Goldener Schallplatte« für bestimmte Download- oder Verkaufszahlen.  Wobei Geld offenbar schon auch willkommen ist: Mit Guns’n’Glory WW2 hat HandyGames in der Samsung Smart App Challenge 2012 kürzlich 100.000 Dollar Siegerprämie abgestaubt. Solche Preisgelder wollten Staatsminister Kreuzer und seine Mitarbeiter dann doch nicht zusagen.
 

 

Mini-Wii bestätigt, Wii U geht weg wie warme Semmeln

Seit einigen Tagen schwirren Gerüchte durchs Netz, nun ist es offiziell: Nintendo wird eine kompakte Version der ersten Wii-Konsole, passenderweise »Wii Mini« getauft, auf den Markt bringen. Zumindest schon einmal auf dem nordamerikanischen. Wie es mit Europa steht, ist noch nicht bekannt.

Das schwarz-rote Gerät, welches übrigens keine Verbindung zum Internet erhalten wird, soll knapp 100 kanadische Dollar (ca. 78 Euro) kosten und bereits am 7. Dezember erscheinen.

Gleichzeitig sind auch ein paar erste Zahlen zur Startwoche der neuen Wii U aufgetaucht. Allein in den USA konnte sich die Konsole bisher über 400.000 Mal verkaufen. Mittlerweile ist zudem auch das zweite Kontingent, welches Amazon.de hierzulande zugesichert wurde, ausverkauft. Sowohl die Basic- als auch Premium-Varianten.

Quelle: Best Buy Canada

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