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26. November 2012: 70 Prozent verlieren nach erstem Tag das Interesse an EA-Free2Play-Titeln; Tolkien-Gesellschaft verklagt Warner Bros.

Sebastian Klix   //   November 26, 2012   //   0 Kommentare

Entwickler Zojoi rund um David Marsh und Karl Roelofs können sich freuen: Ihr Remake des Adventure-Klassikers Shadowgate wurde erfolgreich via Kickstarter finanziert. Heraus kamen dabei das angepeilte Ziel von 120.000 Dollar und ein bisschen was Extra.

Anders sieht es da bei den Jungs von Harebrained Schemes aus, die derzeit an Shadowrun Returns arbeiten. Das Studio wollte einst im April »nur« 400.000 Dollar haben, bekam aber über 1,8 Millionen zugesichert. Und das wird jetzt ein wenig zum Problem: Denn was macht man, wenn man für seine Pläne 350 Prozent mehr Budget bekommt, als angedacht? Man kann damit ja schlecht in den Urlaub fahren oder sich ein Haus auf den Bahamas kaufen. Die Unterstützer wollen schließlich sehen, das etwas produktives aus ihrem Geld gemacht wird. Da heißt es »Pläne über den Haufen werfen«, mehr Inhalt produzieren und letztlich auch, den Release verschieben. Man kann also tatsächlich auch zu viel Geld haben.

Keine Sorgen um Geld muss sich hingegen wohl Valve machen. Half-Life-Schreiberling Marc Laidlaw sprach nun relativ ungezwungen über eine potentielle Half-Life-Verfilmung (natürlich ohne etwas in Stein zu meißeln). So kann sich Laidlaw etwa gut Paul Verhoeven auf dem Regiestuhl vorstellen … wenn er denn noch Sci-Fi machen würde. Auch Peter Jackson sei ein guter Kandidat und Guillermo del Toro habe das nötige Händchen für Horror. Gabe Newell soll übrigens schon mehrere Skripte von anderen Regisseuren zugeschickt bekommen aber alle abgelehnt haben. Zu schlecht wären diese gewesen und Fans nicht zumutbar.

 

70 Prozent verlieren nach erstem Tag das Interesse an EA-Free2Play-Titeln 

Sean Decker, Vice President of Free2Play bei Electronic Arts, meinte auf der London Games Conference 2012, dass etwa 70 Prozent aller Spieler bereits nach dem ersten Tag nicht zu einem Free2Play-Titel zurückkehren. Nach einer Woche sind sogar nur noch 15 Prozent übrig.

Das geht in die selbe Richtung wie die Analyse des US-Unternehmens Playnomic, laut dem 85 Prozent aller Konsumenten nach dem ersten Tag nicht mehr zu einem Social-Game zurückkehren, für das sie sich einmal angemeldet haben (wir berichteten).

Laut Decker liegt der Grund für diesen schnellen Absprung klar auf der Hand: Es wird zu wenig dafür getan, die Spieler an den jeweiligen Titel zu binden [Anm.: man könnte es mal mit mehr Qualität versuchen]. Free2Play-Titel müssten den Spieler sofort an sich binden, sonst ist er wieder weg. Hat ja schließlich nichts gekostet. Er zieht dabei den Vergleich zum Zappen durchs TV-Programm.

Quelle: MCV

 

Tolkien-Gesellschaft verklagt Warner Bros.

Und wir starten auch diese Woche wieder mit einer Klage. Dieses Mal hat die Tolkien-Gesellschaft den Publisher von diversen Herr der Ringe-Spielen, Warner Bros., im Visier. Grund: Warner sei nur berechtigt, die Lizenz für »physische Waren« zu nutzen. Etwa Spiele auf Silberlingen. Rein digitale Downloads würden da nicht drunter fallen, wie es Warner Bros. etwa bei Der Herr der Ringe Online handhabt. Daher fordern Tolkiens Erben nun sowohl eine bescheidene Schadensersatzsumme von 80 Millionen Dollar, sowie, dass alle nicht-physischen Produkte vom Markt genommen werden.

Belustigend an der ganzen Sache ist vorrangig nicht, dass der Tolkien-Gesellschaft das erst jetzt auffällt, sondern vor allem eine vor Kurzem angedrohte Klage von Warner Bros.. Dort will das Unternehmen gegen das nicht-kommerzielle »Middle-Earth-Roleplaying-Project« einiger Hobby-Bastler vorgehen, an dem bereits seit 2011 gearbeitet wird. Warner berief sich dabei auf die nun auch von den Tolkien-Erben angesprochene Lizenzrecht, welches dem Unternehmen die exklusive Nutzung der Marke in Spielen zusichern würde.

Wohl doch nicht so ganz, Warner … welch eine Ironie.

Quelle: Hollywood Reporter

 

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