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12. November 2012: THQ mit weiteren finanziellen Problemen; Sammelklage gegen Activision Blizzard eingereicht; Russland denkt über Verbot gewalthaltiger Spiele nach

Sebastian Klix   //   November 12, 2012   //   0 Kommentare

Anfang November feierte Valves Gabe Newell seinen 50. Geburtstag. Zu diesem Anlass erklärte er sich auch bereit, einige Fragen zu beantworten, sofern sie »nichts mit Half-Life 3« zu tun hätten. Dafür bestätigte er aber, dass man derzeit an einem Nachfolger der Source Engine arbeite. Zumindest wenn man dem schlechten Ton des entsprechenden Videos und den Untertiteln glauben schenken mag. Wir tuns einfach mal. Vor allem, da eine Weiterentwicklung der Source Engine bei Valve genau so überraschend wäre, wie Activisions Ankündigung, ein neues Call of Duty entwickeln zu lassen.

Zeit wirds, denn bei aller Liebe zur Source Engine, ihrer Einsteigerfreundlichkeit, dem guten Support, den vergleichsweise leicht zu handhabenden Tools und der stetigen Weiterentwicklung: die Jüngste ist sie nicht mehr.

THQ mit weiteren finanziellen Problemen

THQ steckt bekanntlich schon seit Längerem in einer (finanziellen) Krise und wird seit einiger Zeit Umstrukturierungen unterzogen. Zwischenzeitlich sah es auch immer wieder so aus, als würden diese das Unternehmen wieder auf einen besseren Weg führen.

Nun gesellen sich aber weitere ungünstige Umstände hinzu. Zum einen musste THQ vor Kurzem einige seiner Top-Titel wie Company of Heroes 2 und Metro: Last Light um einige Monate verschieben, zum anderen konnte ein Teil eines 50 Millionen Dollar-Dispositionskredites nicht an Wells Fargo zurückgezahlt werden. Aufgrund eines 4-Jahres-Deals dürfte dies aber erst einmal nicht in größere Schwierigkeiten für THQ ausarten.

Nachdem THQ vor einigen Tagen seine aktuellen Geschäftszahlen veröffentlichte (21 Millionen Dollar Verlust), sank zudem der Aktienwert des Unternehmens um ganze 46 Prozent.

 

Sammelklage gegen Activision Blizzard eingereicht

In den USA wurde eine Sammelklage gegen Activision Blizzard eingereicht. Grund dafür sei die mangelhafte Account-Sicherheit bei Blizzard-Spielen wie World of Warcraft, Starcraft 2 und Diablo 3. Das Unternehmen würde kaum etwas dafür tun, die Sicherheit zu verbessern und sogar bewusst nachlässig handeln, um mit dem Verkauf von Tokens (dem Battle.net-Authenticator, der als App übrigens komplett kostenlos ist) weitere Einnahmen zu generieren. Ein Betrag von 26 Millionen Dollar steht hier im Raum. Zudem würde Activision Blizzard die Nutzer nicht genügend über aktuelle Sicherheitsprobleme auf dem Laufenden halten.

Die Forderungen: Schadensersatz-Zahlungen, Schritte, die User nicht mehr zu zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen zu nötigen sowie der Wegfall der erforderlichen Account-Bindung. Activision Blizzard kündigte an, »mit allen verfügbaren, juristischen Mitteln gegen diese haltlosen Anschuldigungen und faktisch falschen Äußerungen vorzugehen.«

Und so schlecht dürften die Chancen für eine Abweisung der Klage nicht stehen. Denn in der Tat weist Activision Blizzard immer wieder via FAQs, offenen Briefen und E-Mails auf Probleme und Gefahren hin. Auch der Sinn des Authenticators scheint den meisten Klägern nicht ganz klar zu sein, denn dieser verbessert schließlich nicht den Schutz der firmen-internen Netzwerk-Struktur, sondern stellt eine Zwei-Faktor-Authentifizierung dar – schützt den Anwender also letztlich vor seiner eigenen Schlamperei (Viren, Beantworten von Phishing-Mails, etc.)

Quelle: Courthouse News

 

Russland denkt über Verbot gewalthaltiger Spiele nach

In Deutschland haben wir das Theme (vorübergehend?) hinter uns, nun ist es in Russland aktuell: die Diskussion um ein Verbot gewalthaltiger Videospiele. Ins Rollen wurde die Debatte durch einen Amoklauf gebracht, bei dem in einer Lagerhalle 6 Menschen ums Leben kamen.

Da der Täter angeblich ein großer Fan des hierzulande beschlagnahmten Manhunt ist, liegt für einige Beamte und Politiker der Fall scheinbar klar, was zu der Tat geführt hat.

Dass sich der Täter wenige Tage zuvor von seiner Freundin trennte, über mehrere Tage wohl große Mengen an Alkohol konsumierte und ein vor Menschenhass nur so triefendes Manifest auf mehreren sozialen Netzwerken veröffentlichte, scheint dabei wohl eine eher untergeordnete Rolle zu spielen.

Daher sehen die russischen Behörden als beste und wirksamste Maßnahme vor allem, das betreffende Spiel auf die landeseigene schwarze Liste zu setzen. Damit dürfte der Kriminalität in Russland ein ordentlicher Schlag verpasst werden ...

Via GamesIndustry.biz

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