Die Gerüchte von Vorgestern wurden nun bestätigt, zumindest teilweise: Bigpoint wird in der Tat über 100 Mitarbeiter entlassen und Heiko Hubertz wird nicht länger Geschäftsführer sein.
Bei so einer Ankündigung scheint sich Mitbewerber Zynga nicht lumpen lassen zu wollen und legt ebenfalls mit Entlassungen und der Schließung mehrerer Niederlassungen nach.
Was bei Bigpoint und Zynga wohl eher nicht passieren wird ist eine Fusion. Die soll dafür bei den beiden Videospiel-Verbänden BIU und G.A.M.E. stattfinden.
Entlassungen bei Bigpoint bestätigt
Die Entlassungs-Welle bei Bipoint, über die seit einigen Tagen Gerüchte im Umlauf sind, hat sich nun zumindest teilweise bestätigt. So werden etwa 120 Mitarbeiter ihren Hut nehmen müssen. Dies betrifft 40 Mitarbeiter in der Niederlassung San Francisco und 80 im Hauptsitz Hamburg (in erster Linie in der Verwaltung).
Als Grund wird unter anderem angegeben, dass die in San Francisco entwickelten Spiele nicht erfolgreich genug waren und zudem die Lebenshaltungskosten vor Ort zu hoch sind. Zukünftig will Bigpoint keine Spiele mehr in den USA entwickeln lassen.
Geschäftsführer Heiko Hubertz wird zwar seinen aktuellen Posten räumen, dem Unternehmen allerdings als Aufsichtsratvorsitzender erhalten bleiben. Diesen Schritt wollte er schon vor über einem Jahr gehen, konnte bis heute aber keinen geeigneten Nachfolger finden.
Quelle: GamesIndustry
Zynga ebenfalls mit Entlassungen im Trend
Die Geschäftszahlen der letzten Monate waren bei Zynga nicht gerade erfreulich, nun zieht Firmen-Chef Mark Pincus die Konsequenzen. So werden sich etwa 150 der derzeit gut 3000 Mitarbeiter eine neue Beschäftigung suchen müssen.
Die Personaleinsparungen betreffen vor allem das Studio in Boston, welches komplett geschlossen wird. Wahrscheinlich wird die Niederlassungen in Großbritannien und Japan das selbe Schicksal ereilen. Auch Zynga Austin wird einige Mitarbeiter verlieren.
Weitere Einsparungen sollen dadurch erzielt werden, dass Zynga insgesamt 13 ältere Spiele komplett einstellt und zudem die Investitionen in The Ville deutlich senkt.
Quelle: Gamasutra
BIU und G.A.M.E. fusionieren
Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), welcher sich aus Publishern wie Electronic Arts, Microsoft THQ und Ubisoft zusammensetzt sowie der überwiegend aus Entwicklern bestehende Verband G.A.M.E. (Crytek, Piranha Bytes, Daedalic aber auch IDG Entertainment) streben eine Fusion an.
Da man in vielen Punkten wie dem Computerspielpreis und der USK ähnliche Meinungen vertritt und zudem die Grenzen zwischen Publishern und Entwicklern immer mehr verschwimmen, würde sich eine Verschmelzung laut Thomas Friedmann (G.A.M.E.) und Olaf Coenen (BIU) anbieten.
Die Pläne für die Fusion wurden bereits konkretisiert, über näheres soll aber erst in den nächsten Wochen beraten werden.
Quelle: BIU
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Kommentare
Toll!
Hat jetzt nicht sooo viel mit Computerspiel-Entwicklung zu tun :P
"Die Entwickler"? Das ist ein Film. Und der ist anscheinend von 1995, also hat da auch niemand offiziell geklaut.
Ich finde 30 Millionen deutlich beeindruckender. http://esfiworld.com/sc2/news/mlg-anaheim-breaks-viewership-records
Der Rest der 90 Mitarbeiter wird dann wohl entlassen? Hm... schade. Ich hoffe die finden bald wieder nen Job. Was wird aus dem Standort in Halle an der Saale? Weiß da wer was?
Echt schade das mit Radon Labs zu lesen. Dabei hatte ich mich erst bei der letzten Talentbörse bei ihnen beworben... Hoffentlich folgen nicht noch mehr Entwickler.