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19. Oktober 2012: Microsofts Geschäftszahlen hinter den Erwartungen; Sensory Sweep Studio-Boss zu 1 Jahr Haft verurteilt; Sony streicht weitere 2000 Stellen

Sebastian Klix   //   Oktober 19, 2012   //   0 Kommentare

Mit Traumzahlen hatten die Analysten zwar von Vornherein nicht gerechnet, doch auch diese Schätzungen wurden letztlich nicht erreicht. Sowohl Umsatz als auch Gewinn von Microsoft im letzten Quartal blieben hinter den zurückhaltenden Erwartungen.

Über ein besseres Gehalt konnte sich hingegen der Studio-Boss von Sensory Sweep in den letzten Jahren freuen. Allerdings nur, weil er seinen Mitarbeitern Gehaltszahlungen vorenthielt. Dafür muss David Rushton nun 1 Jahr in den Bau.

Auch von Sony gibt es nichts positives zu melden. So wollen die Japaner nun im Zuge ihrer bereits vor einigen Monaten angekündigten »Umstrukturierungs-Maßnahmen« 2.000 weitere Arbeitsstellen streichen, darunter auch im Head Office und der PlayStation-Manufaktur.

Microsofts Quartalszahlen hinter Erwartungen

Sowohl Umsatz als auch Gewinn von Microsoft sind im letzten Quartal ein ganzes Stück hinter den sowieso schon nicht besonders optimistischen Schätzungen der Analysten geblieben. Microsoft musste beim Umsatz ein Minus von gut 8 Prozent hinnehmen und nahm somit etwas über 16 Milliarden Dollar ein. Der Gewinn ging sogar um stolze 22 Prozent zurück und beläuft sich auf knapp 4,5 Milliarden Dollar.

Gründe dafür gibt es mehrere: Zum einen sinkt die Nachfrage nach neuen PCs immer weiter [Anm: wozu sollte man sie als Anwender auch brauchen? Die alten Teile reichen ja auch nach Jahren noch völlig aus], was sich natürlich ebenfalls auf den Bedarf von Betriebssystemen und Anwendungssoftware auswirkt.

Zum anderen steht die Veröffentlichung von Windows 8 vor der Tür, welches bekanntlich in vielen Details für die Verwendung bei Tablet-PCs und Co. ausgelegt ist. Und hier haben natürlich auch Apple und andere Konkurrenten ein großes Wörtchen mitzureden.

Auch die Nachfrage nach der Xbox 360 ist zurückgegangen. Zwar konnte Microsoft im letzten Geschäftsquartal immer noch 1,7 Millionen Einheiten absetzen, das entspricht aber trotzdem etwa 500.000 weniger Konsolen als im selben Zeitraum letzten Jahres. Wenigstens knackte Microsoft damit aber die 70-Millionen-Marke insgesamt verkaufter Xbox 360-Konsolen.

Quelle: Reuters

 

Chef der Sensory Sweep Studios zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt

David Rushton, President und Gründer des in Salt Lake City ansässigen Entwicklerstudios Sensory Sweep, wurde von einem Gericht nun zu 1 Jahr Haft verurteilt. Grund: Er hat in den letzten Jahren insgesamt 1,2 Millionen Dollar Gehalt unterschlagen, welches eigentlich seinen etwa 100 Angestellten zustand. Einige Angestellte wurden dabei wohl »bevorzugt« behandelt. So wartet etwa einer der Mitarbeiter bis Heute auf etwa 12.000 Dollar Gehaltszahlungen. Dieser rechnet zwar nicht mehr damit, das Geld jemals zu sehen, ist allerdings zufrieden darüber, dass Rushton seiner »gerechten Strafe« zugeführt wurde.

Um seine Untergebenen zu vertrösten schob Rushton wohl gerne zahlungsunwillige Lizenz-Halter, für welche Sensory Sweep entwickelte, als Ausrede vor. Das Studio arbeitete die letzten Jahre vor allem an Handheld-Ablegern von Titeln wie Need for Speed: Most Wanted, Justice League Heroes, Tiger Woods PGA und Jackass: The Game.

Dies wird übrigens nicht Rushtons erste Aufenthalt im Kittchen sein. Bereits 2010 saß er 6 Monate wegen Steuerhinterziehung und Erpressung ab.

Quelle: Gamesindustry

 

Sony streicht 2000 Stellen im Head Office

Bereits Mitte des Jahres nahm Sony Einsparungen bei den Personalkosten durch Stellenstreichungen vor. Nun sollen weitere 2000 Mitarbeiter, zumindest aus ihren aktuellen Positionen, entlassen werden. Das betrifft vor allem den Hauptsitz der PlayStation-Manufaktur, Sony Mobile, aber auch die Zentrale in Tokyo.

Dadurch will das Unternehmen im Laufe des nächsten Jahres etwa 380 Millionen Dollar einsparen, eine von Sonys Antworten auf den Verlust von gut 312 Millionen Dollar im 1. Geschäftsquartal 2012 (davon 45 Millionen im Spielebereich). Allerding sollen einige der betroffenen Mitarbeiter in anderen Positionen untergebracht werden.

Quelle: The Next Web

 

Was sonst noch so passiert ist …

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