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8. Oktober 2012: Zyngas Quartalszahlen erneut rot; Sony verklagt Kevin Butler; Republikaner diskreditieren WoW-spielende Senats-Kandidatin; Novacore meldet Insolvenz an

Sebastian Klix   //   Oktober 8, 2012   //   0 Kommentare

Nach dem ebenfalls recht bescheidenen letzten Quartal, fährt Browser- und Social-Games-Spezialist Zynga erneut Verluste ein. Das soll zukünftig auch Auswirkungen auf die Ausrichtung des Unternehmens haben.

Bei Sony hingegen hat man da ganz andere Sorgen. So hat »ihr« Kevin Butler es doch tatsächlich gewagt, in einem Werbespot für Bridgestone etwas anzufassen, was er nicht hätte anfassen sollen ...

Auch etwas nicht anfassen sollen hätte Demokratin Colleen Lachowicz, Kandidatin für einen Senatoren-Posten im US-Bundesstaat Maine. Zumindest wenn es nach den dortigen Republikanern geht. Denn die gute Frau spielt in ihrer Freizeit World of Warcraft. Grund genug anscheinend, sie dafür zu diffamieren.

Zurück nach Deutschland: Novacore, die Entwickler des Weltraum-Strategiespiels Legens of Pegasus, mussten bereits kurz nach der Veröffentlichung ihres Erstlings Insolvenz anmelden.

 

Zyngas Quartalszahlen erneut rot

Im letzten Quartal waren es noch »nur« 23 Millionen, im 3. Geschäftsquartal 2012 verzeichnet Zynga nun aber bereits stolze 90 bis 105 Millionen Dollar Verlust (bei einem Umsatz von etwa 300 Millionen). Entsprechend sank auch der Aktienwert auf circa 2,20 Dollar (Ende Dezember 2011 war sie noch 10 Dollar wert).

Die Gründe dafür sind zum einen die kostspielige Übernahme von OMGPOP, was sich letztlich aber als Reinfall herausgestellt hat. So sanken etwa die Nutzerzahlen von OMGPOPs beliebtestem Spiel Draw Something nach dem Kauf rasch von über 14 auf etwa 3,5 Millionen. Zum anderen scheint die Begeisterung der Spieler für den Kauf virtueller Güter für Zynga-Spiele wie Cityville deutlich nachzulassen.

Zynga-Chef Mark Pincus kündigte Konsequzenzen an: gezielte Kostensenkungen, die Anpassung der Entwicklung neuer Spiele an »strategische Prioritäten« und der mögliche Einstieg ins Online-Glücksspiel-Geschäft.

Quelle: Zynga.com

 

Sony verklagt Kevin Butler

Sonys Director of Rumor Confirmation oder auch Vice President of Enough is Enough wird von seinem ehemaligen Brötchengeber verklagt. Die Rede ist natürlich von Kevin Butler, dem fiktiven Mitarbeiter von Sony und Werbegesicht für die PlayStation 3. Denn Butlers Darsteller Jerry Lambert hat in einem Werbespot für Reifenhersteller Bridgestone etwas angefasst, was er nicht hätte anfassen sollen: eine Nintendo Wii.

Sony hatte bereits im September die Klage gegen Bridgestone, Lambert sowie dessen eigenes Unternehmen Wildcat Creek eingereicht, worauf hin Lambert wieder aus dem betreffenden Werbespot entfernt wurde. Das scheint jedoch nicht genug zu sein, weshalb es am 12. Oktober zu einer formellen Anhörung kommt.

Ob sich Sony damit jedoch einen Gefallen erweist, ist fraglich. Denn hätte man es dabei belassen, wäre es wohl kaum jemanden aufgefallen.

Quelle: Kotaku.com

 

Republikaner diskreditieren WoW-spielende Senats-Kandidatin

Demokratin Colleen Lachowicz kandidiert im US-Bundesstaat Maine für einen Sitz im Senat. Da gehört sie nach der Meinung der dortigen Republikaner allerdings nicht hin, denn Lachowicz spielt in ihrer Freizeit World of Warcraft, wo sie auch schon mal einen frechen Umgangston an den Tag legt.

Das würde sowohl an ihrer Reife als auch an ihrer Fähigkeit, Entscheidungen für andere Menschen zu treffen, zweifeln lassen. Daher starteten die Republikaner eine öffentliche Kampagne gegen Frau Lachowicz. Inklusive der Website Colleens World und Postkarten-Aktionen.

»Maine braucht einen Staats-Senator der in der wirklichen Welt und nicht in Colleens Fantasiewelt lebt.«, heißt es dort.

Colleen Lachowicz ließ es sich natürlich nicht nehmen, darauf zu reagieren und findet, dass sie als Online-Spielerin mit weitere 183 Millionen Amerikanern doch in guter Gesellschaft sei. Für den Fall, dass man sie als nächstes dafür anprangere, dass sie mit Freunden Angry Birds spielt, bekannte sie sich dabei gleich mal vorab schuldig.

Wie genau jetzt aber Mitt Romneys Pläne, genauso wie Obama Wahlwerbung in Online-Spielen zu schalten, in die Sichtweise der Republikaner in Maine passt, lassen wir an dieser Stelle einmal unkommentiert ...

Quelle: Eurogamer.net

 

Novacore meldet Insolvenz an

Das noch relativ junge, Mülheimer Studio Novacore meldete Insolvenz an, gerade einmal knapp zwei Monate nach der Veröffentlichung des Erstlingswerkes Legends of Pegasus. Damit wurden der Geschäftsbetrieb sowie etwaige Entwicklungsarbeiten komplett eingestellt.

Dies ist ebenfalls für Kalypso Media, Publisher von Legends of Pegasus, keine gute Nachricht, denn das Weltraum-Strategiespiel kam alles andere als fehlerfrei auf den Markt. Entsprechend erhitzt sind die Gemüter der Spieler im offiziellen Forum. Sogar der Verbraucherschutz soll angeblich schon informiert worden sein.

Quelle: Novacore Studios

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