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1. Oktober 2012: Ubisoft denkt über Vollpreistitel inklusive Mikrotransaktionen nach; 38 Studios entgehen Bundesklage; kein Verkaufsstopp der Xbox 360 in Deutschland

Sebastian Klix   //   Oktober 1, 2012   //   0 Kommentare

Ubisoft gab auf einer Investoren-Konferenz bekannt, dass man über die Kombination aus 60-Dollar-Vollpreistitel und Mikrotransaktionen, etwa durch integrierten Item-Shop, nachdenke.

Auch um Geld ging es in Rhode Island, wo das insolvente Unternehmen 38 Studios nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nun keine Bundesklage mehr befürchten muss.

Zu guter Letzt noch ein Thema, bei dem es um Geld geht: ein US-Bundesgericht hat nun gegen das von Motorola angestrebte Verkaufsverbot der Xbox 360 in Deutschland entschieden. Damit muss Microsoft zudem seine angedeuteten Pläne, seine Niederlassung in die Niederlande zu verlegen, nicht mehr umsetzen.

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Ubisoft denkt über Kombination aus Vollpreistitel und Mikrotransaktionen nach

Viele Firmen entscheiden sich derzeit dafür, ob sie weiterhin vorrangig Vollpreis-Titel veröffentlichen, auf den Free2Play-Zug aufspringen oder beide Bereiche parallel bedienen wollen. Ubisoft hat nun eine weitere Möglichkeit im Auge: Vollpreis-Titel und Mikrotransaktionen in einem. Auf einer Investoren-Konferenz wurde dabei als konkretes Beispiel das Spiel Watch Dogs genannt.

60 Euro Verkaufspreis plus weitere Einnahmen dank integriertem Item-Shop scheinen verlockend zu klingen. Bleibt natürlich nur noch die Frage offen, ob das auch bei den Spielern auf Gegenliebe stößt ...

Quelle: Venturebeat.com

 

38 Studios müssen keine Bundesklage befürchten

75 Millionen Dollar. Soviel liehen sich die 38 Studios, zu denen auch der Kingdoms of Amalur: Reckoning-Entwickler Big Huge Games gehörte, vom Staate Rhode Island. Diese konnten bekanntlich nie vollständig zurückgezahlt werden. Zudem fahndete die Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaates nach Hinweisen auf Bankbetrug bei potentiellen Gläubigern des Entwicklers. Ohne Ergebnis.

Damit entgeht 38 Studios zumindest einer Bundesklage. Derweil wird beim Führungspersonal des insolventen Unternehmens noch nach Mitarbeitern gesucht, welche finanziell haftbar gemacht werden könnten. Das Eigentum der Firma wird hingegen Ende Oktober versteigert.

Quelle: Kotaku.com

 

Kein Verkaufsverbot der Xbox 360 in Deutschland

Ein US-Gericht hat im Rechtsstreit zwischen Microsoft und Motorola Mobility nun zugunsten des Software-Riesen entschieden, zumindest was das angestrebte Verkaufsverbot der Xbox 360 in Deutschland angeht. Das Berufungsgericht erkannte zwar das deutsche Urteil, welches zugunsten Motorolas ausfiel, an, nicht jedoch den Verkaufsstopp. Grund ist das laufende Verfahren, in dem Microsoft von Motorola Lizenzgebühren einfordert.

Motorola hatte vor einiger Zeit Klage gegen Microsoft eingereicht, da letzteres Unternehmen Patentrechte (etwa bezüglich des Videokompressionsverfahrens H.264) verletzt habe. Durch die jetzige Entscheidung werden Microsofts Pläne, seine Niederlassung von Deutschland in die Niederlande zu verlegen, ebenfalls unnötig.

Quelle: Bloomberg.com

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