Interview: Das BMW-Engagement im Gaming-Sektor

Redaktion   //   Juli 12, 2012   //   0 Kommentare

 

Wir sprechen mit Andreas-Christoph Hofmann, Leiter Markenkommunikation bei BMW, über das Engagement des Automobil-Unternehmens im Gaming-Bereich und die aktuelle Kooperation beim Rennspiel Auto Club Revolution.

 

Making Games Wie ist BMW in Sachen Gaming aufgestellt? Können Sie uns einige Zahlen etwa zur Mitarbeiterzahl in diesem Bereich, der Anzahl an Projekten/Kooperationen nennen?
Andreas-Christoph Hofmann BMW ist bekannt für innovative Vermarktungsformen. Daher ist Gaming schon seit langem ein fester Bestandteil des Marketing-Mix mit entsprechender personeller Betreuung. Durch unsere langfristig gewachsenen Partnerschaften arbeiten wir kontinuierlich an neuen Projekten.

Making Games Mit Microsoft gab es bereits eine Gewinnspielkooperation im Zusammenhang mit Forza Motorsport 4. Mit Simbin haben Sie intensiv im Rahmen der M3 Challenge zusammengearbeitet. Welche Learnings konnten Sie aus diesen Projekten für die Zukunft ziehen?
Andreas-Christoph Hofmann Wir haben durch diese beiden – und auch noch weitere – Kooperationen erfahren, dass es viele Überscheidungen in den Zielgruppen gibt. Die BMW-Kunden und Fans sind sehr technikaffin und lieben es, ihr Traumauto nach eigenen Vorstellungen zu konfigurieren. Dies können sie unter anderem in den neuesten Rennspielen. Die Integration unserer Modelle schafft darüber hinaus ein interaktives Markenerlebnis, das durch kein anderes Medium in dieser Form so einfach erreicht werden kann.

Making Games Fungiert BMW ausschließlich als Lizenzgeber oder wirken Sie auch auf der Entwicklungsebene mit, bei der Konzeption der Marketingkampagne und als Investor?
Andreas-Christoph Hofmann Unser Engagement gestaltet sich ganz unterschiedlich. Es reicht von der reinen Lizenzierung unserer Modelle bis hin zu längerfristigen Kooperationen, bei denen wir uns schon sehr frühzeitig mit den Entwicklern an einen Tisch setzen und zum Beispiel gemeinsam überlegen, welche Features einen zusätzlichen Spielemehrwert bieten könnten. Letztendlich werden bei intensiveren Kooperationen auch die Marketingaktivitäten aufeinander abgestimmt. Bei Autoclub Revolution wird etwa der 1er BMW Coupé gefeatured.

Making Games Wie genau ist die Kooperation mit Eutechnyx abgelaufen? Wie sieht es mit technischer Unterstützung aus, zum Beispiel was das Fahrverhalten und Fahrzeugdaten anbelangt?
Andreas-Christoph Hofmann Mit Eutechnyx haben wir bereits in einem sehr frühen Stadium eng zusammengearbeitet. Um das Fahrgefühl und -Handling des 1er M Coupés möglichst realistisch in der BMW-Experience bzw. in Auto Club Revolution darzustellen, haben wir Eutechnyx beispielsweise im Vorfeld ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt, mit dem sie dann auch auf die reale Rennstrecke gegangen sind.

Beim Rennspiel Auto Club Revolution kooperierte BMW mit dem Entwickler Eutechnyx und stellte etwa im Vorfeld das neue 1er M Coupé für Testfahrten zur Verfügung.

Making Games Auto Club Revolution setzt auf ein Free2Play-Modell, weitere Autos können im Shop gekauft werden. Ist damit ein Share verbunden und welchen Einfluss hat BMW auf das Pricing genommen?
Andreas-Christoph Hofmann Das Pricing der Spiele liegt bei den Entwicklern und Publishern.

Making Games Führende deutsche Entwicklerstudios wie etwa das Hamburger Studio Fishlabs setzen stark auf Auftragsarbeiten, vor allem auch bei der Konkurrenz im Automobilbereich. Wie schätzen Sie Ihr Mitbewerberumfeld im Gaming-Bereich ein und wird es in Zukunft qualitativ hochwertige Spiele geben, die BMW bereits im Namen tragen und eindeutig der Marke zugeordnet werden?
Andreas-Christoph Hofmann Natürlich halten wir den Markt im Auge und reagieren auf aktuelle Trends und Entwicklungen. Aktuell sehen wir unseren Schwerpunkt allerdings nicht in der Entwicklung eines eigenen BMW-Spiels. Wir sehen uns mehr als innovativer Content-Geber und Partner.

Making Games Welche Voraussetzungen muss ein Entwickler mitbringen, wenn er mit BMW zusammenarbeiten möchte und wie nimmt er am besten Kontakt auf?
Andreas-Christoph Hofmann Weil wir selbst höchste Qualitätsansprüche an unsere Arbeit haben, erwarten wir das natürlich auch von unseren Partnern.

Making Games Will BMW in Zukunft auch stärker mobile Plattformen in den Blick nehmen oder sich vor allem auf Big-Budget-Produktionen auf PC und Konsole konzentrieren?
Andreas-Christoph Hofmann Der mobile Markt wächst kontinuierlich. In erster Linie geht es bei uns um das Produkt und um den Partner, mit dem wir arbeiten. Mobile Plattformen haben den Vorteil, dass sie sich leichter in den Alltag integrieren lassen.

Making Games Wo sehen Sie den Gaming-Bereich von BMW in ein paar Jahren?
Andreas-Christoph Hofmann Der Bereich der Gaming-Kooperationen und Lizenzen ist für BMW nicht neu. Wie bereits in den vergangenen Jahren werden wir unsere gewachsenen Kooperationen weiterhin ausbauen und sind gleichzeitig offen für Neues. Gaming ist ein wichtiger Bestandteil unseres Marketing-Mix geworden.

Making Games Vielen Dank für das Interview, Herr Hofmann!
 

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