4. Juli 2012: Frogster wird zu Gameforge Berlin, ausländische Filialen werden ebenfalls umbenannt, Jeder dritte befragte US-Spieler kauft lieber digital als im Laden, Gebrauchte Software darf EuGH zufolge auch als Digital-Version weiterverkauft werden

Martin Le   //   Juli 4, 2012   //   0 Kommentare

Frogster wird zu Gameforge Berlin, ausländische Filialen werden ebenfalls umbenannt

Gameforge hat die Niederlassungen von Frogster umbenannt. Aus der Europäischen Zentrale in Berlin wird somit aus der Frogster Interactive Pictures AG die Gameforge Berlin AG. Nach dem gleichen Muster werden auch Frogster America und Frogster Pacific in Gameforge America und Gameforge Pacific umbenannt.

Bis 2008 hatten Gameforge und Frogster über ein Joint Venture zusammengearbeitet. Im Anschluss übernahm Gameforge über eine Tochterfirma die Aktienmehrheit bei Frogster und nahm im Juli 2011 das Unternehmen von der Börse. Insgesamt zahlte Gameforge rund 80 Millionen Euro für die Akquisition.

»Der Standort Berlin und das Team sind ganz wesentliche Werte für Gameforge. Durch die Integration des Know-hows, der Produkte und der Mitarbeiter von Frogster in die Gameforge Gruppe haben wir unsere Marktposition ganz wesentlich ausgebaut«, so Seth Iorio, der Vorstandsvorsitzende von Frogster und Geschäftsführer von Gameforge ist. Für die Spieler soll sich vorerst nichts ändern. Die Umbenennung und die Verschmelzung werden jeweils erst nach Eintragung ins Handelsregister wirksam. Dies wird voraussichtlich bis Ende August 2012 der Fall sein.

Quelle: Frogster

 

Jeder dritte befragte  US-Spieler kauft lieber digital als im Laden

Einer Studie des Marktforschungsinstituts NPD Group zufolge bevorzugen rund ein Drittel der US-Kunden digitale Vertriebskanäle. Im Online Gaming 2012 Rpoer wurden 8.500 Spieler in den USA befragt. Bei einem Produkt, das zum gleichen Preis gleichzeitig im Laden und als Download veröffentlicht wird, greifen 65 Prozent der befragten Personen zur Retail-Version; 35 Prozent bevorzugen allerdings die digitale Variante.

»Spieler greifen immer häufiger auf Online-Inhalte zurück. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Anteil derjenigen, die digitale Inhalte bevorzugen, um zehn Prozent erhöht«, so NPD-Analyst Liam Callahan. »Vor allem der Zuwachs an kostenlosen Spielen auf den Mobile-Geräten hat die Barriere für viele Spieler gesenkt.«

Quelle: MCV

 

Gebrauchte Software darf EuGH zufolge auch als Digital-Version weiterverkauft werden

Gebrauchte Software darf weiterverkauft werden. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg im Urteil des Verfahrens zwischen dem deutschen Software-Händler UsedSoft und dem US-amerikanischen Software-Produzenten Oracle. Es sei für den Weiterverkauf nicht von Belang, ob Software auf einem Datenträger oder voll digital als Download erworben werde.  

Mit der erworbenen Lizenz werde der Käufer zum Eigentümer der Software auch bei digitalen Kopien entschied der EuGH. Dem Urteil wird hohe Signalwirkung zugesprochen. Wie die Konsequenzen für den Spielemarkt sind, bleibt abzuwarten. Praktisch haben die Hersteller aber wegen der in Deutschland durch ein BGH-Urteil gedeckten Kontenbindung (Origin) und geschlossenen Systemen (Xbox Live, PlayStation Network) weiterhin volle Kontrolle darüber, ob ihre Produkte weiterverkauft werden können. Hier wird sich erst in den kommenden Monaten herausstellen, welches dieser beiden Urteile die Oberhand gewinnt.

Quelle: GamePro

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