Entwickler-Jahresrückblick 2011 – Was war gut, was schlecht?

Redaktion   //   Dezember 23, 2011   //   0 Kommentare

Wir haben uns umgehört und einige Branchenexperten zu ihrem persönlichen Jahr 2011 befragt. Was hat sie überrascht, was geärgert und was steht der Branche wohl 2012 ins Haus? Diese und weitere Fragen klären wir in den nächsten Tagen, schauen Sie also einfach wieder vorbei.

 

 

Wie ist für dich und/oder deine Firma das Jahr 2011 verlaufen?
Was war gut, was eher schlecht?

 

Jan Theysen, Geschäftsführer von King Art

2011 war ein turbulentes Jahr für KING Art. Nach zwei Jahren Stress mit dem HMH-Insolvenzverwalter konnten wir endlich die Rechte an unserem »The Book of Unwritten Tales« zurückkaufen und das Spiel international veröffentlichen. Parallel haben wir »Die Vieh Chroniken« fertiggestellt, »MyFreeZoo« und ein unangekündigtes Projekt für Upjers umgesetzt und sind auch noch in ein größeres Büro gezogen. Ein riesiger Haufen Arbeit und 2012 geht es gleich weiter.

 

 

 

Ralf C. Adam, Head of Game Development bei Travian Games

Das Jahr 2011 war für mich und Travian Games ein sehr erfolgreiches Jahr. Im Juli 2011 wechselte ich als 200. Mitarbeiter nach München – eine ausgesprochen gute Entscheidung im Rückblick. Ich fühle mich pudelwohl, habe ein tolles Team und die besten Kollegen, die man sich wünschen kann. Als neuer Head of Game Development habe ich viel erleben dürfen. Die magische Grenze von 200 Mitarbeitern wurde überschritten, wir haben unsere Bürofläche enorm auf insgesamt 4.440 Quadratmeter erweitert und schließlich sind wir mit einer runderneuerten CI durchgestartet. Natürlich haben wir auch im Spielebereich viel auf den Weg gebracht. Erfolgreiche Akquisitionen und Spielestarts und als Krönung den Gewinn des Entwicklerpreises als bester deutscher Publisher.

 

 

Stefan Marcinek, Global Managing Director von Kalypso

Insgesamt können wir uns über 2011 nicht beschweren. Ganz im Gegenteil. Mit Dungeons hatten wir einen Nummer-Eins-Hit aus unserem Münchner Studio sowie weitere Top-Five-Verkaufserfolge wie Tropico 4 oder Airline Tycoon 2. Ein Highlight war aber auch im Verlauf des Jahres zu sehen, wie sich »Das Schwarze Auge – Demonicon« in unserem Berliner Studio entwickelt. Aber natürlich gab es auch Titel, die nicht so gelaufen sind wie erwartet – The First Templar wäre hier solch ein Produkt. Da haben wir schon mehr erwartet.

 

 

Carsten Fichtelmann, Geschäftsführer von Daedalic Entertainment

Wir haben mit Harveys Neue Augen neben vielen anderen Projekten ein herausragendes Spiel released, das eine unsere Kernmarken (Edna Bricht Aus) ausgebaut hat. Der Spielemarkt ist in allen Bereichen sehr schwer und umkämpft. Wir setzen weiterhin auf hohe Qualität, was nicht immer dem Ziel einer wirtschaftlichen Maximierung folgt. Weil mit Deponia und Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten weitere Projekte ganz kurz vor dem Release stehen, haben uns gerade diese beiden Spiele 2011 sehr beschäftigt.

 

Jan Klose, Creative Director von Deck13

Sehr gut war, dass wir eine Menge sehr talentierter neuer Mitarbeiter sowie spannende neue Projekte an Land ziehen konnten. Eher schlecht gefällt mir die Scheu einiger Publisher, sich wirklich etwas zu trauen, sowie die noch immer sehr schüchterne Förderung der Spielebranche seitens der Politik, während andere Länder davongaloppieren.