GDC Europe: Im Gespräch mit Jason VandenBerghe von Ubisoft

Redaktion   //   Juli 19, 2011   //   0 Kommentare

 

Im dritten Teil unserer GDC-Interviewreihe verrät Ubisofts Jason VandenBerghe, warum er jedem Designer eine »Magic Gun« an die Hand geben will und warum es gleichermaßen schwierig wie wichtig ist, erfolgreich mit Ideen, Lizenzen und IPs anderer umzugehen.

 
Making Games
Was ist das Thema deines Vortrags?
Jason VandenBerghe In meinem Vortrag geht es um die »Magic Gun«, wie ich’s gern nenne: eine einfach zu erlernende, aber schwierig zu meisternde Kreativ- bzw. Design-Technik, um mit den Ideen anderer erfolgreich umzugehen – seien es Lizenzen, bestehende IPs o.ä. – jedes Projekt, in dem man nicht selbst Herr über das Konzept ist. Und das ist nun mal, auch wenn wir es gern anders hätten, zu 99,9% aller Fälle in der Spieleindustrie die Realität.

Making Games Warum ist dieses Thema für dich persönlich so wichtig?
Jason VandenBerghe Nun ja, ich habe 18 Jahre damit verbracht, an anderer Leute Ideen zu arbeiten. Mein erstes großes Projekt war das »Akte X«-Spiel, von da an ging es weiter über James Bond, Der Pate, Herr der Ringe, X-Men, Red Steel, Ghost Recon bis hin zu Far Cry. Wenn ich keinen Weg gefunden hätte, mich weiter kreativ zu betätigen, wäre ich wohl absolut wahnsinnig geworden. Also habe ich die »Magic Gun« erfunden, die im Grunde nicht viel mehr beudetet als »kenne deine Grenzen, nutze sie!«

Making Games Was sollen die Zuhörer deines Vortrags mit nach Hause nehmen?
Jason VandenBerghe Hoffentlich den ein oder anderen Lacher. Aber mal abgesehen davon will ich, dass die Zuhörer mit einem klaren Verständnis und einem einfachen Mantra davon nach Hause gehen, wie sie mit einem der am häufigsten auftretenden Game-Design-Herausforderungen umgehen sollten. Und zwar diesem: »Oh nein! Wir können unser Konzept nicht ändern, weil wir an einer vorgegebenen IP arbeiten, aber wir wollen doch, dass dies alles hier SPASS macht! Was machen wir denn jetzt??!?«

Kenne deine Grenzen, nutze sie!

Making Games Was sind deine Erwarungen an die diesjährige GDC Europe?
Jason VandenBerghe Ich freu mich riesig auf die GDC, denn letztes Jahr war schon der Hammer. Es ist jedes Mal ein unglaublicher Kick, mich mit jungen Entwicklern zu treffen, die frische Ideen mitbringen und denen ich noch möglichst viel mit auf den Weg geben kann. Außerdem freue ich mich tierisch drauf, Richard Garriott sprechen zu hören, hat irgendwer »Held« gesagt?!

Making Games Was sind derzeit die spannendsten Entwicklungen in der Spielebranche?
Jason VandenBerghe Definitiv die explosionsartige Entwicklung bei den Indie Games und die unglaublichen Möglichkeiten für Startups, an alle möglichen Entwicklungstools zu gelangen. Es ist einfach inspirierend, einen wirklichen Indie-Markt entstehen zu sehen, hinter alledem steht natürlich die Frage nach der Connection (Danke, Internet!). Ich habe Unity auf meinem Laptop, das ist ja wohl der Hammer!

Making Games Danke dir für das Interview, Jason!
 

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