Facebook Credits wird exklusives Zahlungsmittel für alle Spiele
Ab 1. Juli 2011 wird Facebook die eigene Währung Facebook Credits als obligatorisches Zahlungsmittel für alle Spiele einführen. Was zunächst als Gerücht umging wurde jetzt auch von der Social Media-Seite offiziell bestätigt. Alternative Methoden um Geld einzuzahlen sind nur noch bis Mitte des Jahres erlaubt.
Die neue Regelung betrifft bisher nur die Spiele auf Facebook, internen Plänen zufolge soll Facebook Credits später aber auf alle Apps ausgeweitet werden. Lediglich Titel die nur die Schnittstelle Facebook Connect als Login und zur Authentifizierung nutzen aber auf anderen Webseiten gehostet sind, werden ausgenommen.
Mit Facebook Credits festigt das soziale Netzwerk nicht nur seine Machtposition gegenüber den Entwicklern, sonder erzielt auch eine höhere Rendite: Von allen Umsätzen mit der virtuellen Währung müssen Betreiber nämlich 30 Prozent als Gebühren an Facebook abtreten. Vielen Entwicklern passt dies natürlich gar nicht, Facebook sieht sich aber mit einer Ankündigungszeit von fünf Monaten auf der sicheren Seite und lädt alle Beteiligten zu einer »offenen Konversation« ein. Worüber sich Facebook unterhalten möchte, wird allerdings nicht gesagt – Spielraum scheint es für die Entwickler jedenfalls nicht zu geben.
Um größeren Protesten vorzubeugen hat Facebook in den vergangenen Monaten bereits mit allen wichtigen Studios wie Zynga, Playdom, Playfish und Crowdstar separate Verträge ausgehandelt, in denen Facebook Credits zumindest als alternative Bezahlmethode ausgeführt wurden. Der Schritt zum exklusiven Zahlungsmittel fällt da entsprechend leichter.
Quelle: TechCrunch
Stellenabbau bei Disney Interactive
Disney verkleinert das firmeneige Spielestudio Disney Interactive. Gerüchten zufolge sind bis zu 350 der 700 Arbeitsplätze bedroht. Der Stellenabbau ist Teil einer Restrukturierung, die die Sparte mehr auf den Casual-Markt ausrichten soll. Von den Kürzungen soll auch Junction Point, das Entwicklerstudio von Warren Spector, betroffen sein, obwohl dessen Titel Epic Mickey einer der wenigen Hits von Disney Interactive war.
»Spiele haben sich von den Konsolen wegbewegt zu, wie ich es nenne, Multiplattformen – alles von Mobile Apps bis hin zu Social Network Games. Um dahin zu kommen werden wir unsere Investitionen verschieben aber auch reduzieren,« kündigte Ceo Bob Iger die Veränderungen bereits Ende 2010 an. »Wir werden wahrscheinlich weniger für Konsolen ausgeben und [...] mit geringeren Mitteln Spiele für die neuen Plattformen erstellen.«
Quelle: MCV
Investoren zweifeln am Erfolg von Star Wars: The Old Republic
Finanziell steht das Online-Rollenspiel Star Wars: The Old Republic unter keinem guten Stern. So warnt Mike Hickey, Analyst für Janco Partners, vor den Ängsten der Investoren um das Scheitern des Online-Rollenspiels. Hickey zufolge begründet sich diese Angst gleich in mehreren Faktoren: Neben eher zurückhaltenden Kritiker-Meinungen sollen auch das geplante Abo-Modell und vorherige MMO-Fehlstarts des Publishers Electronic Arts Grund zur Sorge geben.
Während mehr und mehr MMOs im Schatten von World of Warcraft auf ein Free2Play-System umgestiegen sind, plant man bei EA offenbar ein reguläres Monatsabo zusätzlich zum Kaufpreis des Spiels. EA steht damit allerdings nicht alleine da: Aktuell verlangt auch DC Universe Online nach monatlichen Zahlungen und auch RIFT wird vorerst nur mit Abo spielbar sein.
Die letzten EA-MMOs konnten sich im umkämpften Marktumfeld nicht als Spitzenreiter positionieren. Warhammer Online konnte zwar mit 500.000 Käufern einen tollen Start hinlegen, verlor aber bald darauf große Teile der zahlenden Kundschaft. All Points Bulletin wiederum wurde in Rekordzeit nach Release abgeschaltet und wird als All Points Bulletin: Reloaded in Zukunft nur als Free2Play-Titel spielbar sein.
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Kommentare
Toll!
Hat jetzt nicht sooo viel mit Computerspiel-Entwicklung zu tun :P
"Die Entwickler"? Das ist ein Film. Und der ist anscheinend von 1995, also hat da auch niemand offiziell geklaut.
Ich finde 30 Millionen deutlich beeindruckender. http://esfiworld.com/sc2/news/mlg-anaheim-breaks-viewership-records
Der Rest der 90 Mitarbeiter wird dann wohl entlassen? Hm... schade. Ich hoffe die finden bald wieder nen Job. Was wird aus dem Standort in Halle an der Saale? Weiß da wer was?
Echt schade das mit Radon Labs zu lesen. Dabei hatte ich mich erst bei der letzten Talentbörse bei ihnen beworben... Hoffentlich folgen nicht noch mehr Entwickler.